Migration im WWW

 

Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft
Website: http://www.dgfs-home.de/

AG 1 Sprachliche Kreationen in der Migrationsgesellschaft 
Inhalt der AG ist die Diskussion neuerer Forschungen und Ansätze zu sprachlichen und kommunikativen Phänomenen, wie sie sich in Gesellschaften mit hohem Zuwandereranteil - insbesondere Deutschland - infolge der Etablierung von zwei- und mehrsprachigen Segmenten, Gruppen und Individuen finden. Zu solchen Phänomenen gehören spezifische Muster und Formen gesellschaftlicher und individueller Zwei- und Mehrsprachigkeit, sprach- und kulturkontaktspezifische neue Varietäten und Stile und deren Bewertungen. Zu denken ist hier u.a. an das Code-Switching unter jugendlichen "Migranten" oder die zweisprachige und gemischtsprachige gruppeninterne Kommunikation von Aussiedlern, die von Seiten der monolingualen deutschsprachigen Gesellschaft als "Mischmasch" betrachtet werden. Weitere Beispiele sind die Aneignung des Foreigner talk als Identifizierungs- und Identitätsmerkmal ("Kanaksprak") oder die Übernahme ethnolektaler oder auch minderheitensprachlicher Kommunikationsgewohnheiten durch Gruppen und Individuen der Mehrheitsgesellschaft.
AG 4 Linguistische Analysen in der interkulturellen Gesellschaft  
Das Thema der interkulturellen Kommunikation (IKK) erfährt in den letzten drei Jahrzehnten eine zunehmende wissenschaftliche Beachtung. Im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen hat die Erforschung der IKK auch durch eine wachsende Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen, insbesondere der (Kulturanthropologie, der Ethnologie, der Soziologie und der Linguistik, an Gewicht gewonnen (vgl. Ehlich 1996).
Ein zentraler Gegenstand innerhalb der linguistischen Erforschung der IKK wird durch die Erfahrung geprägt, dass die Benutzung eines gemeinsamen Sprachsystems nicht eine Garantie dafür darstellt, dass eine Kommunikation im Sinne einer Verständigung auch gelingt. Das theoretische Verständnis von IKK, entweder alltäglich oder institutionell, ist in dieser Hinsicht von "Missverständnissen" (Gumperz) geprägt.
Arbeiten, die die Vermittlung interkultureller Kompetenz behandeln, zeigen, dass zum einen kontrastive Analysen erforderlich sind als auch interaktive Untersuchungen der IKK, um Fragen der Kontextualisierung, nach universalen Prinzipien bzw. kulturspezifischen Formen sprachlichen Handelns nachzugehen. Erst in jüngster Zeit kommt die innovative Kraft interkultureller Kommunikation in den Blick (vgl. Koole & ten Thije 1994), aufgrund derer sich zeigt, dass das Erforschen der IKK und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit Einfluss auf linguistische Analysen nehmen muss und die herkömmlichen Beschreibungskriterien einer Reflexion bedürfen, um zu erkennen, welche neuen Kommunikationsformen durch die IKK ermöglicht werden.

Aus den Mitteilungen der DGFS (Deutsche Gesellschaft für Sprache) 

Fakultät für Pädagogik- AG 5 Schule und Unterricht, Universität Bielefeld
Website: http://www.uni-bielefeld.de/paedagogik/agn/ag5/
Email: peter.kraft@uni-bielefeld.de  
Universität Bielefeld - Fakultät für Pädagogik - AG 5: Schule und Unterricht (S6-221) - Postfach 100131 - 33501 Bielefeld

Forschungsprojekt: Fremde in Deutschland
Untersuchungen zu den Grenzen und Möglichkeiten der Integration muslimischer Minderheiten
Projektleitung: Prof.Dr.Erhard U.Heidt
Träger: Volkswagen-Stiftung
Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass jede Integration von Minderheiten in eine Gesellschaft nur mittels ständig neuer Abgrenzungen vollzogen werden kann: Die kulturelle Grenzziehung, die Abgrenzung von den Einheimischen und die Bildung von ethnisch bestimmten Gruppen oder "Netzwerken" der Minderheiten gehören genauso zu den normalen Verhaltensweisen in interethnischen Beziehungen wie das Ausgrenzungsverhalten der autochthonen Bevölkerung.
Im Rahmen des Projektes wird versucht, das alltägliche Abgrenzungsverhalten auf den verschiedenen sozialen Ebenen zu erforschen. Erst von diesen Erkenntnissen aus kann dann die Möglichkeit des "Fremden" ermittelt werden, am Prozess der "Wiederherstellung von gemeinschaftlicher Normalität" teilzunehmen - von den lokalen Ebenen über politisch- institutionelle Maßnahmen bis hin zur nationalen Identität.

FB Erziehungswissenschaften Uni-Frankfurt/Main - Themenbereich Migration und Minderheiten
Website: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~bfischer/duku.html

Email: Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke:
F.O.Radtke@em.uni-frankfurt.de - Dr. Isabelle Diehm: Diehm@em.uni-frankfurt.de - Birgit Fischer (Sekretariat) B.Fischer@em.uni-frankfurt.de
Anschrift: Themenbereich: Migration und Minderheiten
Fachbereich Erziehungswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Elementar- und Primarstufe
Postfach 11 19 32 Nr.: 113 - Senckenberganlage 13-17 - 60054 Frankfurt am Main
Tel: ++49/+69-798-23716 - Fax: ++49/+69-798-28766

Einwanderung als Gegenstand des erziehungswissenschaftlichen Grundlagenstudiums
In einer Stadt wie Frankfurt am Main, in der regelmäßig fast vierzig Prozent der Kinder eines Jahrgangs in ihren Familien eine andere Sprache als Deutsch sprechen, stellt sich Erziehern und Lehrerinnen das vertraute Problem des pädagogischen Umgangs mit Differenz und Heterogenität in einer weiteren, zusätzlichen Facette. Mit Verschiedenheit der Schüler und Jugendlichen ist immer zu rechnen. Jedes Kind ist anders. Welche Differenzen allerdings beobachtet und thematisiert, welche sozial bewertet, für bedeutsam gehalten und u. U. pädagogisch wirksam gemacht werden, ist offenbar abhängig vom institutionellen Kontext. Im Kindergarten wird nach anderen Kriterien unterschieden als in der Schule oder in einem Jugendhaus. Zu den geläufigen, sozial und pädagogisch eingeführten Unterscheidungen nach Alter, sozialer Herkunft, Geschlecht, auch Begabung, treten unter Einwanderungsbedingungen weitere hinzu: solche nach der Sprache, der kulturellen Tradition oder der religiösen Bindungen. In der berufsbezogenen Ausbildung von Lehrerinnen der verschiedenen Schulstufen und Diplompädagoginnen der verschiedenen Fachrichtungen muss deshalb nicht nur die immer gegebene Tatsache antizipiert werden, dass Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule bzw. die Erziehungseinrichtungen kommen, sondern dass dazu ebenso ein Migrationshintergrund, in manchen Fällen auch Flucht- und Vertreibungserfahrungen gehören. Sie können das Lern- oder Sozialverhalten beeinflussen und die Erziehung, ihre Organisationen und ihr Personal vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Um ein auf der Hand liegendes Beispiel zu nennen: Die Vermittlung der Schriftsprache im Anfangsunterricht muss systematisch der Tatsache gerecht werden, dass für viele Kinder Deutsch die Zweitsprache ist, dass in den Herkunftssprachen andere Zeichen benutzt werden und andere Verlautungsregeln gelten. Auf die veränderte Zusammensetzung der Schülerpopulation haben die pädagogischen Einrichtungen eher naturwüchsig mit einer "Ausländerpädagogik", die wissenschaftliche Pädagogik mit der Formulierung eines Programms "Interkultureller Pädagogik" reagiert.

  • Tätigkeitsbericht 97/97 
  • weitere Onlineinformationen:  Organisation/Personal; Lehrveranstaltungen; Prüfungsarbeiten/ Gutachten; Forschungsprojekten; Beratung, Wissenschaftstransfer, Fortbildung; Vorträge/Kongresse; Kooperationen, Mitgliedschaften; Selbstverwaltung; Veröffentlichungen

FB Gesellschaftswissenschaften, Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal
Website: http://www.uni-wuppertal.de/FB1/zick/zick.htm
Email: zick@uni-wuppertal.de
Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. Andreas Zick
Sozial- und Organisationspsychologie im Fachbereich 1 - Gesellschaftswissenschaften
Bergische Universität GHS Wuppertal - Gaußstr. 20 - 42097 Wuppertal
Tel.: 0202-439-2323 / Fax.: 0202-439-2431

Einstellungen zur Akkulturation ethnischer Minderheiten
Wir bearbeiten in mehreren Studien das Problem der Akkulturation ethnischer Minderheiten in Deutschland. Dabei umfasst die Akkulturation nicht nur die Integration, sondern auch Prozesse der Assimilation, Separation und Marginalisierung. Uns interessiert die Frage, welche psychischen Mechanismen eine spezifische Form der Akkulturation beeinflussen. Ebenso interessiert uns die Frage, welche Vorstellungen 'Einheimische' gegenüber Migranten haben. Wie stimmen die Akkulturationsvorstellungen von Migranten mit denen der Einheimischen überein und welche Folgen haben Differenzen zwischen den Gruppen? In einer Langzeitstudie haben wir vor allem die Akkulturation von Aussiedlern untersucht. In der Studie wurden 242 Familien über einen Zeitraum von 4 Jahren interviewt. In weiteren Studien haben wir bosnische Flüchtlinge und Angehörige traditioneller Migrantengruppen untersucht. In den Studien werden Zusammenhänge zwischen interkultureller Nähe und Distanz, Vorurteilen, wahrgenommener Diskriminierung, kultureller Kompetenz und den Akkulturationsprozessen untersucht. Da die Studien sehr zeitaufwendig und personalintensiv sind (vor allem, da wir intensive Interviews mit den Gruppen durchführen), suchen wir ständig Ansprechpartner, Interviewteilnehmer und Förderer.

FB Literatur und Sprachwissenschaft, Universität Gesamthochschule Essen
Website: http://www.uni-essen.de/fet&ww/fue/germ/fb03/daz.htm  
Email : r.s.baur@uni-esen.de
Prof. Dr. R. S. Baur
Telefon: 0201/183-3580/2724 - Telefax: 0201/183-3739

Forschungsschwerpunkte:
-Deutsch als Fremd-/Zweitsprache
Die Zweisprachigkeit von Migrantenkindern in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere von SchülerInnen aus der Türkei Entwicklung von Unterrichts- und Weiterbildungsmaterial zur sprachlichen Integration von AussiedlerInnen aus der ehemaligen Sowjetunion Neue Methoden der Fremdsprachenvermittlung, insbesondere Suggestopädie (Superlearning), Entwicklung von suggestopädischen Sprachkursmaterialien -  Sprichwortforschung -   Fremdsprachenbedarf in Industrie und Handel des Ruhrgebietes im Hinblick auf die Öffnung des EG-Binnenmarktes 1993 -  Wortschatz, Wortschatzvermittlung und Wörterbuch im Sprachunterricht.
Lehrertraining für suggestopädischen Unterricht nach der Methode von Prof. Dr. Rupprecht S. Baur
-Türkisch/Kurdisch
Sprachvergleichende Untersuchungen (Deutsch/Türkisch).
-Türkisch am Krankenbett
Berufsspezifische Sprachkurse "Türkisch am Krankenbett" für MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen (ÄrztInnen, MedizinstudentInnen, Pflegepersonal) - PatientInnen orientiertes Wörterbuch deutsch-türkisch für Gesundheitsberufe.
-Neugriechisch
Sprachvergleichende Untersuchungen (Deutsch/Neugriechisch) - Mitarbeit bei den Handreichungen für den Muttersprachlichen Unterricht mit griechischen SchülerInnen in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest -   Entwicklung von Materialien für den Bereich Begegnungssprache Neugriechisch in der Grundschule.
-Förderunterricht
Deutschkurse für ausländische SchülerInnen -  Supervision von Förderunterricht erteilenden StudentInnen und LehrerInnen |- Fort- und Weiterbildung für LehrerInnen ausländischer SchülerInnen an Gesamtschulen und Gymnasien, RP Düsseldorf -   Weiterbildung griechischer MuttersprachlehrerInnen.

FB Sozialpädagogik, Fachhochschule Dortmund
Website: http://www.sozpaed.fh-dortmund.de
Email: kmkreis@t-online.de
FB Sozialpädagogik, Fachhochschule Dortmund
Emil-Figge-Str. 44 - 44 227 Dortmund - Campus Nord
Tel.: 0231 / 755 - 4908 - Fax: 0231 / 755 - 4923

Forschungs-/ Arbeitsschwerpunkte: Migrationspolitik, Ethnizität, Deutsch-Amerikaner

FB Sozialpädagogik, Fachhochschule Düsseldorf
Website: http://www.fh-duesseldorf.de/DOCS/FB/SOZPAD/FB-6_ALLGEINR.html
Email: dekanat.sozpaed@fh-duesseldorf.de
Fachhochschule Düsseldorf - FB Sozialpädagogik - Universitätsstraße, Geb. 24.21 - 40225 Düsseldorf
Tel.: (02 11) 81-14619 (Fr. Rong) - Tel.: (0211) 81-14618 (Fr. Woike) - Fax: (02 11) 81-14624

Der FB Sozialpädagogik der Fachhochschule Düsseldorf hat verschiedene Arbeitsstellen und Forschungsschwerpunkte:
-Arbeitsstelle 3.Welt
-Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus
-Forschungsschwerpunkt Wohlfahrtsverbände - u.a.

FB Soziologie, Universität-Gesamthochschule Siegen
Website: http://www.fb1.uni-siegen.de/soziolog

Fachgebiet:Soziologie - Adolf-Reichwein-Str. - 57068 Siegen
Tel:+49-(0)271 - 740-4496 - Fax:+49-(0)271 - 740-4586

Forschungsprojekt: Der Umgang mit ethnischen Minderheiten in Kanada und Deutschland
Projektleiter: Prof. Dr. phil. Rainer Geißler Telefon 740-4500
Multikulturalismus- ein Vergleich von Kanada und Deutschland. Kanada und Deutschland werden im Hinblick auf folgende Fragen miteinander verglichen:
-Struktur und soziale Lage der ethnischen Minderheiten und ihrer Entwicklung
-Politik gegenüber den ethnischen Minderheiten und die dahinter steckende "Philosophie"
-Einstellungen gegenüber und Umgang mit ethnischen Minderheiten
-Institutionelle Integration der ethnischen Minderheiten.
-Hauptfrage: Was kann Deutschland aus dem kanadischen Multikulturalismus lernen?

FB Sportwissenschaft Arbeitsbereich 4: Sport und Gesellschaft, Universität Gesamthochschule Paderborn
Website: http://sport.upb.de/sportundgesellschaft/forschung.html

Email:
bkern1@hrz.uni-paderborn.de
Universität Paderborn- Fachbereich 2 - Sportwissenschaft -Warburger Straße 100 - 33098 Paderborn
Tel.: 05251/60-3137 - Fax: 05251/60-3547

Forschungsprojekt: Ethnisch-kulturelle Konflikte im Sport
Das Projekt "Ethnisch-kulturelle Konflikte im Sport" ist eingebunden in das inter-disziplinäre Forschungsprogramm "Gesellschaftliche Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen in (groß-)städtischen Untersuchungsräumen in NRW". Das Teilprojekt Sport will einen Beitrag zur differenzierten Auseinandersetzung mit der Stellung und Funktion des Sports in ethnisch-kulturellen Konfliktkonstellationen und im Integrationsprozess überhaupt leisten. Operationalisiert am Untersuchungsgegenstand des großstädtischen Raums als dem zentralen Kumulations- und Austragungsort sozioökonomischer Konflikte und ethnisch-kultureller Wert- und Normdifferenzen gilt es in einer vergleichenden Perspektive (drei Großstädte in NRW) insbesondere das Moderierungspotential der Sportvereine näher zu bestimmen.
Leitung: Prof. Dr. Marie-Luise Klein - MitarbeiterInnen: Jürgen Kothy, Gülsen Cabadag - Laufzeit: 07/96 - 06/99
Kooperation: Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld
Finanzierung: Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW
Wissenschaftliche Begleitung des Projektes "Sport mit Migrantinnen "
In der wissenschaftlichen Begleitstudie wird das vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen durchgeführte Praxisprojekt "Integration von Migrantinnen durch und mit dem Sport" begleitend dokumentiert und systematisch hinsichtlich der gesetzten Ziele und eingesetzten Maßnahmen ausgewertet. Die Studie soll insbesondere inhaltliche Schlussfolgerungen für eine interkulturelle Mädchen- und Frauenarbeit im Sport ermöglichen, im einzelnen dabei Aussagen machen über die Akzeptanz ausgewählter Sportangebote, Vorzüge und Nachteile bestimmter Organisationsformen, strukturelle Umsetzungsmöglichkeiten in den beteiligten Einrichtungen sowie die Rekrutierung und Qualifizierung der Übungs- und Kursleiterinnen.
Leitung: Prof. Dr. Marie-Luise Klein - Mitarbeiterin: Friederike Beier - Laufzeit: 05/97 - 03/00
Finanzierung: Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes NRW

Kampagne "Kein Mensch ist illegal"
Website: http://www.contrast.org/borders/kein/
kein mensch ist illegal, c/o Rasthaus, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg

Netzwerk gegen Abschiebung und Ausgrenzung
Die Kampagne »Kein Mensch ist illegal« wurde am 28.6.97 in Kassel von mehr als 30 Gruppen und Organisationen aus dem autonomen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Spektrum bundesweit gestartet. Die bundesweite Koordinierung dient in erster Linie dazu, lokale Ansätze zu verfestigen und miteinander zu vernetzen, aber auch gemeinsame Aktionen zu planen und durchzuführen.
Die Kampagne ist langfristig angelegt und soll bereits bestehenden Projekten politische Rückendeckung geben - nicht zuletzt zum Schutz vor Kriminalisierung. Und sie stellt den Versuch dar, der Hetze gegen »Illegalisierte« praktische Solidarität entgegenzusetzen und damit politisch in die Offensive zu gehen. Die Kampagne ist dezentral organisiert und verfügt über keinen eigenen Apparat. Ein Jahr nach dem Start haben einige Gruppen eine erste Zwischenbilanz gezogen.

FFM -Forschungsgesellschaft Flucht und Migration
Website: http://www.ffm-berlin.de/ 
Email: ffm@ipn.de 
FFM -Forschungsgesellschaft Flucht und Migration - im Mehringhof - Gneisenaustr. 2a- 10961 Berlin
Tel. 030/693 56 70 - Fax. 030/693 83 18

Die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (FFM) besteht seit 1994. Sie recherchiert und veröffentlicht zu der sich verändernden Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen in verschiedenen Mittel- und Osteuropäischen Ländern, sowie zur Ausgestaltung der Abschottungspolitik an den Außengrenzen der Europäischen Union. Bezugspunkt ihrer Arbeit sind für die FFM die Interessen und Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen und damit einhergehend die kritische Auseinandersetzung mit staatlicher Migrations- und Flüchtlingspolitik. Dabei werden Gründe für Flucht und Migration grundsätzlich respektiert. Die Versuche von Selbstorganisation von Flüchtlingen und MigrantInnen, auch über Staatsgrenzen hinweg, sollen mit dieser Arbeit unterstützt werden. Der Widerstand von Flüchtlingsinitiativen, MigrantInnengruppen, internationalistischen Zusammenschlüssen, Menschenrechtsorganisationen und Einzelpersonen gegen den Ausbau der Festung Europa hat bisher nur an einzelnen Punkten Wirkung gezeigt. Entstanden sind jedoch überregionale Verbindungen, als deren Teil sich die FFM begreift.

Arbeitsschwerpunkte:
I. Grenze
Zusammen mit der Berliner Antirassistischen Initiative (ARI) und anderen Gruppen im Grenzgebiet baut die FFM eine Dokumentationsstelle Menschenrechtsverletzungen an der Grenze auf. Hintergrund dieser Recherchen bilden die sich verändernden Verhältnisse an der deutsch-polnischen und deutsch-tschechischen Grenze, die zugleich die Außengrenze der EU bildet. Die Arbeit der Dokumentationsstelle besteht aus der Beobachtung der alltäglichen grenzpolizeilichen Arbeitsweisen, der Erfassung von Übergriffen durch Bundesgrenzschutz, Zoll und Polizei und der Dokumentation der Opfer dieser staatlichen Abschottungspolitik. Bei der Arbeit streben wie eine enge Kooperation mit Personen und Gruppen diesseits und jenseits der Grenze an.

II. Aufenthalt in den Mittel- und Osteuropäischen Staaten
Welche Unterstützung und Information benötigen diejenigen, die aufgrund des restriktiven Asylrechts in den "Drittstaaten" und "Viertstaaten" festsitzen? Die Arbeit auf diesem Gebiet ermöglicht zugleich, dem Export des Abschiebe- und Flüchtlingsverwaltungssystems nach Osteuropa öffentlich entgegenzutreten. Auch auf diesem Feld versucht die FFM mit Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen in den verschiedenen Ländern zu kooperieren und eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu organisieren. Unsere Rechercheergebnisse zu Polen, Rumänien, der Ukraine und der Tschechischen Republik, die in unserer Buchreihe sowie in verschiedenen Pressemitteilungen veröffentlicht sind, belegen exemplarisch unsere Arbeits- und Vorgehensweise und unterstreichen die Notwendigkeit dieses Ansatzes. 

III. Internationales Kontaktnetz
Eine andere Recherche und Dokumentation als die der Medien und der Sozialwissenschaften ist nur durch direkte solidarische Arbeit zu erreichen. Daher sollen die Erfahrungen zur Materialbasis werden, die Flüchtlinge auf den Wegen der transeuropäischen Migration machen. Unsere bisherigen Arbeiten standen deshalb auch immer unter dem Aspekt des Aufbaus eines übergreifenden Kontaktnetzes, das für eine sinnvolle Recherche und Dokumentation sowie für die Rückvermittlung des Wissens und der Forschungsergebnisse unabdingbar ist.

IV. Öffentlichkeitsarbeit
Pressemitteilungen, Kurzberichte und Artikel zu verschiedenen Themen 

Onlineinformation

  • FFM Hefte als pdf Dokumente

  • Publikationen im Volltext

  • sowie aktuelle Informationen

  • Dokumentationsstelle "Menschenrechtsverletzungen an der Grenze"  
    Die Dokumentationsstelle "Menschenrechtsverletzungen an der Grenze" wurde im April 1995 als Gemeinschaftsprojekt der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration, FFM, und der Antirassistischen Initiative, ARI, in Berlin gegründet. Seit Herbst 1995 arbeiten wir außerdem in einer Arbeitsgruppe des Flüchtlingsrats Brandenburg zur Situation an der deutsch-polnischen Grenze mit.
    Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Ausgrenzungs- und Abschottungspolitik der europäischen Staaten gegenüber Osteuropa.
    Die Arbeit besteht in:
    - der Dokumentation der alltäglichen grenzpolizeilichen Praxis,
    - der systematischen Erfassung von Übergriffen auf GrenzgängerInnen,
    - der Erfassung und Dokumentation der Opfer der staatlichen Abschottungspolitik.

  • Büro für Medizinische Flüchtlingshilfe  
    Mehringhof Aufgang 1, 1. Stock Gneisenaustraße 2a 10961 Berlin / Kreuzberg
    [U] Mehringdamm (U7 / U6) Tel. 694 67 46
    Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe ist ein Projekt von antirassistischen Gruppen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die medizinische Versorgung von Flüchtlingen und MigrantInnen zu verbessern.

FIST - Forschungsstelle für Interkulturelle Studien, Köln
Website: http://www.fist.uni-koeln.de/
Email: (die Mitarbeiter haben jeweils eigene Email Adressen, die unter "MitarbeiterInnen " zu finden sind)
Universität zu Köln- Erziehungswissenschaftlichen Fakultät - Forschungsstelle für interkulturelle Studien  - Gronewaldstr. 2 - 50931 Köln
Tel: 0221/470-6331 - Fax: 0221/470-4717
Koordination und Geschäftsführung der Forschungsstelle: Gerda Heck
Email: Gerda.Heck@uni-koeln.de

Die Forschungsstelle für interkulturelle Studien beschäftigt sich vorrangig mit Studien zur Migrations- und Minderheitenthematik. Sie ist interdisziplinär ausgerichtet und formuliert aus soziologischer, pädagogischer und politikwissenschaftlicher Sicht Fragestellungen über das Zusammenleben in einer durch Migration beeinflussten Gesellschaft.

So ist zum einen die Erforschung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für das Zusammenleben von Menschen ein Aufgabenfeld, wobei insbesondere die strukturelle Benachteiligung von Minderheiten sowie die Gefährdung einer friedlichen Koexistenz durch rassistische Tendenzen, Mediendiskurse etc. Untersuchungsgegenstand sind. Weiterhin wird die Aufgabe politischer Einheiten und Institutionen, Toleranz innerhalb der Lebenswelten und in der Öffentlichkeit zu gewährleisten, kritisch betrachtet. Auch die Frage nach pädagogischen Handlungsweisen wird zum zentralen Thema, wenn es um Prinzipien der Gleichbehandlung und Anerkennung geht. Innerhalb der Gesellschaft gilt es, die interkulturelle Kommunikation von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Identitätsentwürfen zu fördern. Die Forschungsstelle hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl für die Verbesserung der Rahmen- als auch der lebensweltlichen Bedingungen Vorschläge zu formulieren.
Die FiSt engagiert sich in folgenden Forschungsfeldern:
  • Einwanderung im globalen Kontext
  • Die Lage der allochthonen (mit Migrationshintergrund) Bevölkerung
  • Interkulturelle Dimension
  • Inklusion - Anerkennung - Gleichstellung - Interventionsperspektive

FOKUS - Forschungsgruppe Kommunikation und Sozialanalysen GmbH
Website: http://www.fg-fokus.de
Email: info@fg-fokus.de
Forschungsgruppe Kommunikation und Sozialanalysen GmbH - Rösrather Str. 634 - D-51107 Köln
Tel: 0049 221 / 86 80 11 - 12 - Fax: 0049 221 / 86 80 13

Der Name FOKUS steht für ein Programm: FOKUS analysiert Situationen, bringt Probleme auf den Punkt und entwickelt Empfehlungen für konkrete Handlungsstrategien und Maßnahmen. Ein qualitatives Vorgehen auf der Grundlage intensiver, leitfadengestützter Gespräche ermöglicht eine ganzheitliche und differenzierte Erfassung und Analyse komplexer Zusammenhänge. Je nach Gegenstand und Zielsetzung der Untersuchung werden auch quantitative Erhebungen einbezogen.

  • Bereiche: Arbeitsmarktpolitische Programme - EU-Programme - Innerbetriebliche Organisation - Migration und Integration - Politische Partizipation - Jugend und Gesellschaft - Alter und Gesellschaft - Gesundheitsbildung
  • Forschung: Bedarfs- und Schwachstellenanalysen - Evaluation von Bildungsmaßnahmen und Modellprojekten  - Expertenstudien (z.B. Delphi) - Mitarbeiter/innenbefragungen - Motivationsanalysen - Wirkungsanalysen
  • Seminare: Zukunftswerkstätten - Transnationale Workshops - Multiplikatorenschulungen
  • Medien: Info - Dienste - Broschüren -Foliengestützte Schulungsmaterialien"

FORCED-MIGRATION is a discussion list on the problems of refugees and other victims of forced migration

This mailing list aims to encourage greater exchange of information and to promote discussion on the problem of refugees and other victims of forced migration/involuntary resettlement, including those of development projects which lead to their forcible uprooting
Subscription via E-mail to mailbase@mailbase.ac.uk   with message "join forced-migration"
Description from: Arthur J. Kosten (Arthur.J.Kosten@Alcazar.com)

Förderverein Deutsches Auswanderermuseum e.V. - Bremerhaven
Website: http://www.foerderv-dt-auswandermus.de/  

Forschungsstelle für Rechtsfragen der internationalen Migration , Universität Hamburg
Website: http://www.uni-hamburg.de/Awitt/Dienstl/Anbieter/forschu2.html  
Ansprechpartner: Prof. Dr. Helmut Rittstieg
Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau West, 20146 Hamburg
Tel.: (040) 42838-4567, Telefax: (040) 42838-2635/5653

Forschungsschwerpunkte:
-Rechtslage von Ausländern im Aufenthaltsrecht, bei der Erwerbstätigkeit, im Sozial- und Steuerrecht Bedeutung von Grund- und Menschenrechten für Migranten Rechtsfragen der multi-ethnischen Gesellschaft
-Staatsangehörigkeitsrecht
Dienstleistungsangebot :
Beratung in fachrelevanten Fragen (soweit nicht vom Rechtsberatungsgesetz ausgeschlossen) Erstellung von Gutachten in o.g. Forschungsschwerpunkten

Forschungszentrum für Ausländer- und Asylrecht, Universität Konstanz
Website: http://migration.uni-konstanz.de/german/  
Email: Kay.Hailbronner@uni-konstanz.de
 
Leiter: Prof. Dr. Kay Hailbronner

Das Forschungszentrum für internationales und europäisches Ausländer- und Asylrecht (FZAA) wurde 1994 an der Universität Konstanz durch Prof. Dr. Kay Hailbronner, Ordinarius für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht, gegründet. Ziel des Zentrums ist es, die internationalen und europäischen Einflüsse auf das Ausländerrecht verstärkt in das öffentliche und akademische Interesse zu rücken.
Obwohl das Ausländer- und Asylrecht naturgemäß einen internationalen Bezug hat, erfolgt die Gestattung des Aufenthalts traditionell durch die betreffenden Nationalstaaten. Die Regelungszuständigkeit des Zugangs zum eigenen Staatsgebiet und des Aufenthalts von Ausländern gehören zum Kernbestand der staatlichen Souveränität.
Bindungslos sind die Staaten bei ausländerrechtlichen Entscheidungen gleichwohl nicht. Auf der Grundlage einer Vielzahl völkerrechtlicher Abkommen und von Regeln des Völkergewohnheitsrechts wurde das klassische völkerrechtliche Fremdenrecht inzwischen zu teilweise detaillierten Standards für die Behandlung von Fremden fortentwickelt. Dies gilt insbesondere für den europäischen Rechtsraum. Der Straßburger Gerichtshof für Menschenrechte hat inzwischen dem konventionsrechtlichen Schutz vor Ausweisung und Abschiebung zunehmend klare Konturen gegeben. Auch in das Recht der Europäischen Union ist seit der Aufnahme des Titels über die Asyl- und Einwanderungspolitik Bewegung gekommen.
Vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Weltbevölkerung, der Entstehung krasser Wohlstandsgefälle und einer beständigen Gefahr bewaffneter Konflikte kommt dem internationalen Recht eine entscheidende Befriedungsfunktion zu. Die Migrationspolitik verschiedener Staaten oder Staatenverbände wird einen gerechten Ausgleich unter allen Beteiligten nur dann schaffen können, wenn sie sich an anerkannten Mindeststandards ausrichtet.
Aus diesen Gründen scheint es mehr als geboten, allen befassten Entscheidungsträgern und interessierten Kreisen sowohl auf der Ebene der Rechtsdogmatik wie auch der Rechtspolitik gutachterliche Anregungen zugeben. Dieser Aufgabe fühlen sich die Mitarbeiter des Forschungszentrums verpflichtet. Mit dem Internet-Angebot im WWW soll ein Kontakt zu anderen Forschungseinrichtungen und Beteiligtengeschaffen werden. Der rechnergestützte Austausch von Informationen und die elektronische Kommunikation soll eine Basis für eine international geführte Diskussion über Migrationspolitik begründen.

Onlineinformationen

  • Zielsetzung des Forschungszentrums 
  • Aktuelle Projektinformationen (Konferenzen und Tagungen; Veröffentlichungen; Lehrveranstaltungen) 
  • Mitarbeiterinformationen
  • Dokumente und Downloads
    Europarecht: Verträge, Gerichtsentscheidungen, Ratspublikationen, Europäisches Kommission, Grafiken zum Europarecht, Aufenthaltsrecht, Asyl- und Flüchtlingsrecht, Assoziationsrecht
    Nationales Recht :Aufenthaltsrecht, Asyl- und Flüchtlingsrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Staatsangehörigkeit
    Ausländisches Recht : Österreich
    Statistiken: Deutschland
    Download: Informationsgrafiken, Statistiken, Texte
  • Veranstaltungshinweise mit Vortragsbeschreibungen
  • Links

Frankfurter Institut für Frauenforschung
Website: http://www.fif-frankfurt.de
Email: fif.frankfurt@t-online.de
Frankfurter Institut für Frauenforschung - Insterburgerstr. 12 - 60487 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 700 667, 069 / 705 103 Fax: 069 / 77 96 73

Das Frankfurter Institut für Frauenforschung FIF e.V. ist ein unabhängiges und anerkannt gemeinnütziges Forschungsinstitut. 1983 wurde es von Frauen aus Wissenschaft und Praxis mit der Absicht gegründet, feministische und interdisziplinäre Forschung zu fördern. Das Institut versteht sich als Trägereinrichtung für empirische und anwendungsbezogene Frauenforschung. Zentrale Aufgabe des FIF ist die Erforschung gesellschaftlich relevanter Problemfelder aus einer feministischen Perspektive mit dem Ziel, Handlungsspielräume und Lebenschancen von Mädchen und Frauen zu erweitern.
In einer Zeit, die durch knappe Ressourcen und einen tiefgreifenden sozioökonomischen und kulturellen Wandel gekennzeichnet ist, müssen die Probleme und Sichtweisen von Frauen verstärkt zur Geltung gebracht werden. Die innovativen Ansätze aus der Frauenbewegung und der Frauenforschung sind weiterzuentwickeln und der Wissenstransfer in die politische/institutionelle Praxis ist zu gewährleisten. Diesen Prozess unterstützt das FIF durch: eigene Forschungsprojekte wissenschaftliche Begleitung von Modellvorhaben Initiierung von Diskussionen und Kooperationen zwischen Wissenschaftlerinnen verschiedener Fachrichtungen und Frauen aus der Praxis Weitergabe des erworbenen Know-hows an Nachwuchswissenschaftlerinnen
Es besteht eine Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen auf europäischer und internationaler Ebene

Onlineinformation

Institutsinformationen - Forschungsprojekte: u.a. Frauenhandel, Migration (vgl Forschungsprojekte)- FiF Studienverzeichnis - Aktuelles - Kooperationen - Linksammlung

Hinweis: Das Land Hessen hat die institutionelle Förderung des Frankfurter Instituts für Frauenforschung ab dem Jahr 2001 eingestellt. Das bedeutet, dass das Institut seine Arbeit nach Abschluss der noch laufenden Projekte beenden muss.  Die Mitfrauenversammlung vom 14.04.2000 des Vereins Frankfurter Institut für Frauenforschung hat darum einstimmig beschlossen, das Institut und den Trägerverein zum 30.06.2000 aufzulösen.
Das bisherige Büro des Frankfurter Instituts für Frauenforschung ist bis zur endgültigen Abwicklung in die Große Seestraße 57, 60486 Frankfurt-Bockenheim umgezogen. Wir sind telefonisch unter den ‚alten‘ Nummern: tel. 700667, fax. 779673 zu erreichen.
Die neue Adresse ist gleichzeitig die Adresse einer in Gründung befindlichen Stiftung mit dem Namen: MAECENIA Frankfurter Stiftung für Frauen in Wissenschaft und Kunst. Die Stifterin ist Frau Dr. Eva Brinkmann to Broxten, die damit das frauenpolitische Engagement, für das auch das FIF stand, weitertragen will. 
Alles Weitere demnächst im Internet unter www.maecenia-frankfurt.de 

Fremdenfeindlichkeit (erforschung - erklärung - gegenstrategien)
Ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr 1996 – 1999, Österreich
Website: http://www.bmbwk.gv.at/start.asp?bereich=5&l1=579&l2=3648&l3=3648 

Kontakt: Dr. Michaela Hudler - Koordinationsbüro des Forschungsschwerpunktes - Maria Theresienstraße 19/9 - A 1090 Wien - Austria  - Tel.: + 431 319 44 46 - Fax: +431 319 44 49 - Email: koordbuero@aon.at

 

Was ist Fremdenfeindlichkeit und was beabsichtigt dieses Forschungsprogramm?
Fremdenfeindlichkeit wird sehr allgemein als eine Verhaltensweise bzw. Einstellung anderen Menschen oder Gruppen von Menschen gegenüber verstanden, deren Kennzeichen vermeintliches oder reales Fremdsein ist. Die Verhaltensweisen und die Einstellung sind durch Geringschätzung und Stigmatisierung, durch Gewaltbereitschaft oder häufig durch Gewalt gekennzeichnet. Fremdsein ist weiters sowohl als rechtliches und politisches wie auch als kulturelles und soziales Konstrukt aufzufassen. Die Erforschung der Fremdenfeindlichkeit, deren Ursachenanalyse und der Entwurf von Gegenstrategien sind allgemeine Inhalte des Forschungsschwerpunktes

Kurzdarstellung des Leitschwerpunktes 
Der europaweite Anstieg fremdenfeindlicher und rassistischer Aktivitäten sowie die unzureichende wissenschaftliche Thematisierung dieses Phänomens in Österreich waren für das Wissenschaftsministerium Anlass, den Forschungsschwerpunkt "Fremdenfeindlichkeit" einzurichten. Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, sozialwissenschaftliche Forschungsaktivitäten zum Thema Fremdenfeindlichkeit zu stimulieren und zu konzentrieren und sie in einen programmatischen Zusammenhang zu stellen. Das bedeutet, daß die einzelnen Forschungsprojekte nicht isoliert voneinander abgewickelt, sondern aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt werden. Die inhaltliche Planung des Forschungsschwerpunktes erfolgte durch einen ExpertInnenenkreis, dem ca. 15 österreichische WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen angehörten.

Themenschwerpunkte

  • Phänomenologie der Fremdenfeindlichkeit

  • Migration und Fremdenfeindlichkeit

  • Politik, Wirtschaft und Fremdenfeindlichkeit

  • Medien und Fremdenfeindlichkeit

  • Sozialstruktur und Fremdenfeindlichkeit

  • Kulturkonflikt, Transkulturalität und Fremdenfeindlichkeit.

Onlineinformation

Was ist Fremdenfeindlichkeit? | Kurzdarstellung deutsch | Kurzdarstellung englisch | Themenschwerpunkte | Planung, Organisation und inhaltliche Beratung | Forschungsprojekte | Publikationsreihe | Datenbank "Forschungsdokumentation Fremdenfeindlichkeit" | Links

Germanistisches Seminar I , Lehrstuhl für Deutsche Philologie und Linguistik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - Der Migrationsdiskurs im internationalen Kontext
Website: http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ/germ1/dfg_proj.htm
Email: albrecht@phil-fak.uni-duesseldorf.de
Germanistisches Seminar I - Lehrstuhl für Deutsche Philologie und Linguistik - Univ.- Prof. Dr. Georg Stötzel
Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf
Tel: 0211/81-12944 - Fax: -15230

Das Forschungsvorhaben will die Geschichte des öffentlichen Sprachgebrauchs in Deutschland nach 1945 exemplarisch in dem gesellschaftlich relevanten Themengebiet "Einwanderung" aufzeigen. In Abgrenzung zu reinen Wortschatzstudien und in Anlehnung an Forderungen nach einer pragmatisch orientierten Sprachgeschichtsschreibung ist das Projekt als "Diskursgeschichte" auf umfangreicher Quellenbasis konzipiert. Hierzu ist eine auf andere Diskussionen übertragbare Methodik zu entwickeln, die die Untersuchung zentraler Begriffe, Metaphernfelder und Argumentationsmuster theoretisch wie empirisch integriert. Der bundesdeutsche Sprachgebrauch wird angesichts der zunehmenden Internationalisierung im europäischen Kontext betrachtet, so dass sich sprachliche Wechselwirkungen ebenso wie diskursspezifische Differenzen zu anderen Sprachgemeinschaften deutlich machen lassen. Während in der 1. Projektphase (1994-1996) insbesondere die Aufarbeitung des bundesdeutschen Migrationsdiskurses im Vordergrund stand, konzentriert sich die zweite Projektphase 1996-1998 auf den internationalen Vergleich, und zwar im Rahmen eines plurizentrischen Ansatzes insbesondere mit Österreich, der Schweiz und der DDR (bis 1989). Bei den nicht-deutschsprachigen Nachbarstaaten liegt das Schwergewicht auf dem Vergleich mit Frankreich. Über neue Erkenntnisse zu sprachgeschichtlichen Fragestellungen hinaus ist mit dem Projekt ein interdisziplinärer Beitrag zu einer bundesdeutschen Bewusstseinsgeschichte angestrebt.

Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. - Präsentation lokaler Geschichtsarbeit im Internet - u.a. Antifaschismus, Migration
Website: http://www.gwdg.de/~gwgoe
Email: gwgoe@gwdg.de
Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. - Bürgerstr. 27 ("Bismarckhäuschen") - 37073 Göttingen
Tel und Fax 0551 / 48 58 44

  • Arbeitsgruppe "homo migrans"  
    In Zusammenarbeit mit anderen Göttinger Gruppen, Institutionen und Vereinen organisierte die Geschichtswerkstatt im Herbst/Winter 1996 eine Veranstaltungsreihe zu "Migration" und zur "Migrationsgesellschaft Bundesrepublik Deutschland". Der Titel der Veranstaltungsreihe lautete: Angeworben - Eingewandert - Abgeschoben. Ein anderer Blick auf die Einwanderungsgesellschaft Bundesrepublik Deutschland.
    Vorträge, Filme, Konzerte und eine Ausstellung sollten dazu beitragen die "Migrationsgesellschaft", also die Zu- und Abwanderung vor allem in die Bundesrepublik und die damit zusammenhängenden Phänomene - die eher problematisch und unzureichend mit Schlagworten wie "Integration" oder "multikulturelle Gesellschaft" skizziert werden - sichtbar zu machen. Es wurde versucht, die große Spannweite des Themas darzustellen.

Gesellschaft für bedrohte Völker - Deutsche Sektion
Website: http://www.gfbv.de
Email: info@gfbv.de
Postfach 2024 - 37010 Göttingen
Tel: +49 - 551 - 49906-0 - Fax : +49 - 551 - 58028

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist die zweitgrößte Menschenrechtsorganisation im deutschsprachigen Raum. Politisch und ideologisch unabhängig, setzen wir uns seit 1970 für die Rechte bedrohter Minderheiten, Nationalitäten, Volksgruppen oder Religionsgemeinschaften ein. Wir machen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bekannt und klagen die Verantwortlichen für Völkermord, Unterdrückung, Verfolgung und Diskriminierung an. Wo immer Menschenrechtsverletzungen begangen werden - im Westen, im Osten oder in der Dritten Welt - wir ergreifen Partei für die Opfer. Seit April 1993 hat die GfbV als Nichtregierungsorganisation (NGO) beratenden Status bei dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). Die Organisation ist in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Italien (Büros in Bozen, Autonome Region Südtirol, und Florenz) und Bosnien-Herzegowina vertreten. Diese Sektionen sind in der GfbV-International zusammengeschlossen.

  • Informationen über die GfbV:
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  • Publikationen und Aktionen:
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  • Dossiers zu aktuellen Themen:
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    - Asien und Nahost
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    - Australien und Pazifik
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  • Nützliche Infoquellen : Medien (TV, Agenturen, Presse) / Web-Suche / Service

Hamburger Institut für Sozialforschung
Website: http://www.his-online.de/
Email: Presse@his-online.de
Hamburger Institut für Sozialforschung - Mittelweg 36 - 20148 Hamburg
Tel: +49 - 40 - 414097 - 0 - Fax: +49 - 40 - 414097 - 11

Die Stiftung Hamburger Institut für Sozialforschung wurde 1984 gegründet. Ihr unmittelbarer Zweck ist es, wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Sozialforschung zu vergeben und durchzuführen, Tagungen und Workshops zu veranstalten, sowie zu publizieren, zugänglich zu machen und zu archivieren. Es gibt zur Zeit 3 Arbeitsbereiche: Theorie und Geschichte der Gewalt - Politik und Gesellschaft der alten und neuen Bundesrepublik - Nation, Ethnizität und Fremdenfeindlichkeit

Einführung in den Arbeitsbereich Nation und Gesellschaft

Onlineinformation

Aktuelles - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Veranstaltungstermine und -chronologie - Verlagsprogramm und Diskussionspapiere mit Download des hauseigenen Verlags "Hamburger Edition" - Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift Mittelweg 36 , sowie Register älterer Jahrgänge - Bibliothek mit Beständen zu den aktuellen Arbeitsbereichen/ 
zum Arbeitsbereich Nation, Ethnizität und Fremdenfeindlichkeit findet sich Literatur zu den Themen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Nation / Nationalismus, Rechtsradikalismus, Antifaschismus / Initiativen gegen Rechts, Ausländer- / Flüchtlings- /Asylpolitik, Migration. 
Die Bibliothek unterstützt die Forschungsprojekte des Instituts durch Literatur- und Informationsbeschaffung jeglicher Art.  Email: Bibliothek@his-online.de  - Archiv mit Sondersammlung - MitarbeiteInnen Informationen - Linksammlung

HAUS DER KULTUREN DER WELT- Schwerpunkt: Europa neu denken
Website: http://www.hkw.de/default2.html
Email: info@hkw.de
Haus der Kulturen der Welt - John-Foster-Dulles-Allee 10 - 10557 Berlin
Telefon 030 - 397 87 0 - Telefax 030 - 394 86 79

Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin ist ein Forum für den Dialog vor allem mit den Kulturen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Konzentriert auf die Gegenwartskulturen ist es ein Podium aller Künste: Musik, Tanz, Theater, Bildende Kunst, Film und Literatur finden unter dem Dach der ehemaligen Kongresshalle ideale Aufführungsbedingungen für ein interdisziplinäres Zusammenwirken. Gegründet wurde das Haus der Kulturen der Welt 1989. Es arbeitet in der Rechtsform einer GmbH, getragen vom Land Berlin und dem Auswärtigen Amt der Bundesregierung. In den vergangenen Jahren fanden durchschnittlich 780 Veranstaltungen pro Jahr mit 340.000 Besuchern statt.

Onlineinformation

Heinrich-Böll-Stiftung - Thema Migration
Website: http://www.boell.de/
Email: info@boell.de 
Heinrich Böll Stiftung - Rosenthaler Str. 40/41 - 10178 Berlin
Tel +30/28534-0 - Fax +30/28534-109

"Einmischung ist die einzige Möglichkeit, realistisch zu bleiben." Heinrich Böll

Die Heinrich-Böll-Stiftung steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe und arbeitet in rechtlicher Selbständigkeit und geistiger Offenheit. Wir sind eine föderal organisierte Bundesstiftung mit 16 Landesstiftungen. Unsere vorrangige Aufgabe ist die politische Bildung im In- und Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung. Darüber hinaus fördert die Heinrich-Böll-Stiftung Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung und die Entwicklungszusammenarbeit. Dabei orientieren wir uns an den politischen Grundwerten Ökologie, Demokratie, Geschlechtergleichheit, Solidarität und Gewaltfreiheit.

Einführung zum Thema Migration
"Ich denke, dass unser Jahrhundert, wenn es einmal einen Namen bekommen wird, das Jahrhundert der Flüchtlinge genannt werden wird ..." Heinrich Böll 1980

Migration ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Im Laufe dieses Jahrhunderts haben Flucht und Auswanderung stark zugenommen. Die Gründe reichen von Verfolgung über Krieg bis hin zu politischen und wirtschaftlichen Krisen. Dies führt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Identität oder Kultur zusammen. Hier sind Politik, Gesellschaft und Wirtschaft besonders gefordert. Traditionen, Sitten und Werte der Aufnahmeländer geraten häufig in Konflikt mit der neuen gesellschaftlichen Realität. Um solche Spannungen zu lösen, müssen wesentliche Bereiche unserer Gesellschaft umgestaltet werden. Migration ist eine Kernfrage unserer Gesellschaft.
Die Heinrich-Böll-Stiftung setzt sich für eine demokratische Einwanderungsgesellschaft ein. Dies ist ein Leitbild ihrer politischen Bildungsarbeit. Das Thema Migration wird bei allen Projekten und Maßnahmen der Stiftung berücksichtigt - bei der Projektentwicklung, bei der Suche nach KooperationspartnerInnen sowie beim Aufbau von Stiftungsstrukturen.

H-ETHNIC - Discussion Network
H-NET Humanities & Social Sciences On-Line initiative, Michigan, USA
Website: http://www2.h-net.msu.edu/~ethnic/

H-ETHNIC is a daily Internet discussion forum focused on scholarly topics in ethnicity, race relations, migration and immigration history, concentrating largely on North America and Europe. We publish news and announcements, and encourage debates on interdisciplinary themes.

  • H-ETHNIC discussion list on ethnicity, race relations and immigration history:
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Bearbeitung: Anne Köllner / H. Peter Ohly

Letzte Änderung:10.11.2005