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Glossar

Abschreibung

Betrag, der den Wertverlust eines Kapitalgegenstands im Zeitablauf erfasst.

Age Discrimination in Employment Act (ADEA)

Seit 1967 in den USA gültiges Gesetz zum Schutz vor Altersdiskriminierung

im Arbeitsleben, unter anderem durch Verbot der Benachteiligung von Arbeitnehmern

über 40 Jahre bei Bewerbung, Beförderung, Fortbildung und Entlassung.

Alterslastquotient

Anzahl der Personen in der wirtschaftlich abhängigen älteren Bevölkerung, bezogen

auf die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter. Maßzahl für die

demographische Belastung der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung durch die

nicht produktiven Alten unter Vernachlässigung der tatsächlichen ökonomischen

Leistung der beiden Altersgruppen. Die Definition des Altenlastquotienten

kann je nach Betrachter variieren. Verbreitet ist die Angabe der Alterslast

als Verhältnis der Bevölkerung über 64 Jahre zur Bevölkerung im Alter von 18

bis 64 Jahren.

Alterspyramide

Grafische Darstellung der Bevölkerung im Hinblick auf die Altersstruktur als

Diagramm mit liegend geschichteten Säulen, die die Besetzung einzelner Altersgruppen

nach dem Geschlecht angeben. Der Begriff der Alterspyramide

wird allgemein auf grafische Darstellungen der Alterstruktur einer Bevölkerung

nach Altersjahrgängen angewendet, obwohl die Altersstruktur nur bei

wachsender Bevölkerung Pyramidenform hat.

Alters-Lohn-Profil

Entwicklung des Lohnsatzes nach dem Alter.

Altersteilzeit

Gesetzliche Regelung, durch die Beschäftigte nach Vollendung des 55. Lebensjahrs

unter bestimmten Voraussetzungen eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber

treffen können, die bisherige Arbeitszeit bis zum Eintritt in den Ruhestand

um die Hälfte zu reduzieren. Arbeitgeber sind verpflichtet, das Bruttoarbeitsentgelt

von Beschäftigten in Altersteilzeit auf mindestens 70 % des bisherigen

Entgelts aufzustocken und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in

Höhe von 90 % des bisherigen Beitrags zu entrichten. Die entstehenden Mehrkosten

werden vomArbeitsamt erstattet, wenn durch Altersteilzeit frei werden-

de Arbeitsplätze vomArbeitgeber neu besetzt werden. Es besteht dieWahl zwischen

einem _Blockmodell und einem Teilzeitmodell der Altersteilzeit.

Äquivalenzeinkommen

Rechnerische Größe zur Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage

von Personen. Basiert zum einen auf der Summe der von allen Mitgliedern eines

Haushaltes erzielten persönlichen Nettoeinkommen, zum anderen auf der

Zusammensetzung des Haushalts. Hierfür wird ein Faktor der Bedarfsgewichtung

eingeführt. Die in der Literatur vorfindbaren Äquivalenzskalen weichen

allerdings mehr oder weniger stark voneinander ab, je nachdem, welche Kriterien

für die jeweiligen Gewichtungen herangezogen werden.

Arbeitsangebot

Anzahl der in einer Volkswirtschaft tatsächlich geleisteten oder angebotenen

und damit potenziell zu leistenden Menge an Arbeitsstunden aller Arbeitsqualitäten.

Arbeitsgestaltung

Maßnahmen zur Anpassung der Arbeit an den Menschen mit dem Ziel, durch

zweckmäßige Organisation und unter Beachtung menschlicher Leistungsfähigkeit

und Bedürfnisse ein möglichst günstiges Zusammenwirken des arbeitenden

Menschen, der Betriebsmittel und der Arbeitsgegenstände zu erreichen.

Das Problem der Arbeitsgestaltung umfasst die Arbeitsplatzgestaltung, die Arbeitsablaufgestaltung

und die _Ergonomie.

Arbeitslose

Arbeit suchende Erwerbspersonen. Gemäß Arbeitslosenstatistik alle Personen,

die vorübergehend in keinem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur kurzzeitige

Beschäftigung ausüben, die der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen,

nicht arbeitsunfähig erkrankt sind, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet

haben und sich persönlich beim zuständigen Arbeitsamt gemeldet haben (registrierte

Arbeitslose).

Arbeitslosenquote

Anzahl der (registrierten) Arbeitslosen, bezogen auf die Anzahl der Erwerbspersonen,

ausgedrückt in Prozent.

Arbeitsnachfrage

Anzahl der in einer Volkswirtschaft tatsächlich eingesetzten oder nachgefragten

und damit potenziell zu leistenden Menge an Arbeitsstunden aller Arbeitsqualitäten.

Arbeitsproduktivität

Maßzahl der Effizienz, mit der der Faktor Arbeit in einer Volkswirtschaft (oder

einem Sektor) eingesetzt wird, gemessen in Einheiten des Produktionsergebnisses

je Einheit des eingesetzten Produktionsfaktors Arbeit.

Aufgeschobene Entlohnung

Entlohnungsschema, bei dem der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers

nicht zum Zeitpunkt der Arbeitsleistung, sondern zu einem späteren

Zeitpunkt wertgleich vergütet. Instrument der Arbeitsnehmerbindung.

Baby Boomer

_Geburtenstarke Jahrgänge.

Barwert

_Gegenwartswert.

Berufliche Bildung

Fachbezogene Ausbildung zum Erwerb bestimmter Qualifikationen oder zur

Vorbereitung bzw. Ausübung einer bestimmten Erwerbstätigkeit.

Beschäftigungseffekt

Nettowirkung einer wirtschaftspolitischen Maßnahme auf das Niveau der Beschäftigung,

die sich aus der Bruttowirkung unter Berücksichtigung von Mitnahmeeffekten

(ohnehin eintretende Beschäftigungsänderung), Substitutionseffekten

(Verlagerungseffekte innerhalb des von der Maßnahme betroffenen

Arbeitsmarktsegments) und Verlagerungseffekten (Beschäftigungsänderung in

nicht direkt von der Maßnahme betroffenen Arbeitsmarktsegmenten) ergibt.

Bevölkerungsalterung

_Demographische Alterung.

Bevölkerungsbewegung.

Veränderung des Bevölkerung durch Fruchtbarkeit, Sterblichkeit und Außenwanderungen.

Bibliometrie

_Szientometrie

Blockmodell

Form der _ Altersteilzeit, bei der Arbeitsnehmer in der ersten Hälfte der Inanspruchnahme

Vollzeit arbeiten und in der zweiten Hälfte unter Fortzahlung der

ihnen zustehenden Bezüge frei gestellt werden.

Deferred Compensation

_Aufgeschobene Entlohnung.

Defined-Benefit-Plan

Modell der Alterssicherung mit Garantie einer Versorgungsleistung in bestimmter

Höhe und Anpassung der Finanzierungsbeiträge in Abhängigkeit von

den Erfordernissen der garantierten Versorgungsleistung.

Defined-Contribution-Plan

Modell der Alterssicherung mit Garantie einer Finanzierungsleistung in bestimmter

Höhe und Anpassung der Versorgungsleistung an die garantierte Finanzierungsleistung

einschließlich Erträgen.

Demographische Alterung

Sinkender Bevölkerungsanteil der jüngeren Bevölkerung und wachsender Bevölkerungsanteil

der Älteren, so dass das mittlere Alter der Bevölkerung steigt.

Demographische Struktur

Gliederung einer Bevölkerung nach demographischen Merkmalen wie Alter

und Geschlecht.

Eckrentner

Zu statistischen Vergleichszwecken herangezogene fiktive Person, die 45 Jahre

mit durchschnittlichem Einkommen Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung

gezahlt hat.

Effiziente Volkswirtschaft

Gesamtwirtschaftlicher Zustand, in dem es bei gegebener Ausstattung mit Produktionsfaktoren

und gegebener Produktionstechnologie nicht möglich ist,

durch eine Neukombination von mindestens einem Gut mehr herzustellen,

ohne von mindestens einem anderen Gut weniger herzustellen.

Einkommenseffekt

Veränderung der Nachfrage nach einem Gut aufgrund der mit der Preisveränderung

eines Gutes verbundenen Realeinkommensveränderung.

Ergonomie

Wissenschaftliches Fachgebiet, das sich mit der Verknüpfung der Fähigkeiten

und Bedürfnisse des Menschen mit Arbeit und Arbeitsmitteln beschäftigt

Erwerbsfähige Bevölkerung

Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Die Definition des erwerbsfähigen Alters

kann je nach Betrachter variieren. Üblich ist das Altersintervall vom15. bis

zum vollendeten 65. Lebensjahr.

Erwerbsbevölkerung

_Erwerbspersonen.

Erwerbspersonen

Summe der Arbeitslosen und Erwerbstätigen. Gemäß der Definition des Statistischen

Bundesamts Personen, die eine unmittelbar oder mittelbar auf Erwerb

gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen, einschließlich Selbständiger, mithelfender

Familienangehöriger und Abhängiger.

Erwerbsquote

Anzahl der Erwerbspersonen bezogen auf die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen

Alter, ausgedrückt in Prozent.

Erwerbstätige

Begriff der amtlichen Statistik für Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen

oder selbständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen

freien Beruf ausüben.

Externalisierung

Vorzeitige Ausgliederung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus

der Erwerbsarbeit in einen vor allem durch wohlfahrtsstaatliche Sicherungsleistungen

bestimmten Rentnerstatus.

Flexible Altersgrenze

Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen bereits vor Erreichen der gesetzlichen

Altersgrenze von 65 Jahren Altersruhegeld zu beziehen.

Geburtenhäufigkeit

_Geburtenrate.

Geburtenrate

altersspezifische. Anzahl der lebend geborenen Kinder bezogen auf die Anzahl

der Frauen im entsprechenden Alter.

Geburtenstarke Jahrgänge

Angehörige der im Zeitraum zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs

(USA) bzw. der Mitte der 50er Jahre (Bundesrepublik) und der ersten Hälfte der

60er Jahre geborenen Jahrgänge.

Gegenwartswert

Gegenwärtiger Wert von in der Zukunft anfallenden Zahlungsströmen, ermittelt

unter Berücksichtigung der durch Aufschieben der Zahlung anfallenden

Zinsgewinne.

Gender (engl.)

Der sozial und kulturell bestimmte Geschlechterunterschied in Abgrenzung

zum biologischen Geschlecht (engl. „sex“). Während dieses als unveränderliches

biologisches Faktum betrachtet wird, ist Gender als soziale Konstruktion

gesellschaftlich bedingt und folglich veränderbar. Gender bezeichnet also die

gesellschaftlich geprägten Rollen von Frauen und Männern. In der EU wird

Gender auch als „soziales Geschlecht“ bezeichnet.

Generationenbilanz

Intertemporale öffentliche Haushaltsrechnung, die zur Bewertung der finanzpolitischen

Nachhaltigkeit die individuelle Differenz der an den Staat geleisteten

Zahlungen und der vom Staat empfangenen Leistungen nach Kohortenzugehörigkeit

auf Generationenkonten erfasst.

Geriatrie

Fachgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen befasst, die vorzugsweise

im höheren Alter auftreten, wobei in besonderem Maße die Umstände berücksichtigt

werden, die typischerweise viele Krankheitsabläufe bei älteren Menschen

komplizieren.

Gerontologie

Altersforschung; Wissenschaft von den körperlichen, psychischen und sozialen

Vorgängen des Alters.

Grenznutzen

Veränderung des Nutzens aus einem verfügbaren Güterbündel bei Erhöhung

der Verfügbarkeit eines Gutes im Güterbündel um eine Einheit bei gleich bleibender

Verfügbarkeit aller anderen Güter im Güterbündel.

Grenzprodukt eines Produktionsfaktors

Veränderung des Produktionsergebnisses bei Erhöhung des eingesetzten Produktionsfaktors

um eine Einheit und gleich bleibendem Einsatz aller anderen

Produktionsfaktoren.

Gruppenarbeit

Arbeitswissenschaftlicher Begriff für die Zusammenarbeit einer teilautonomen

Gruppe, die eigenverantwortlich Entscheidungen über die Form der Aufgabenerfüllung

trifft und Einzelaufgaben zu einer möglichst ganzheitlichen Tätigkeit

zusammenfügt.

Humankapital

In Arbeitskräften gespeichertes Leistungspotenzial in Form von Ausbildung,

Qualifikation und Fähigkeiten.

Humankapitaltheorie

Ökonomische Theorie, die den Erwerb von Humankapital als rationale Entscheidung

der Individuen begreift, die solange in weiteres Humankapital investieren,

bis der erwartete Ertrag der Investition und die erwarteten Investitionskosten

zum Ausgleich kommen.

Informeller Sektor

Gesamtheit von Produktionseinheiten, die in kleinem Rahmen, auf einer niedrigen

Organisationsebene und mit geringer oder keiner Unterscheidung zwischen

den Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit tätig sind und deren Hauptziel

in der Bereitstellung von Einkommen und Beschäftigung für die betreffenden

Personen besteht.

Internalisierung

Eingliederung von (älteren) Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in Erwerbsarbeit

durch arbeits- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.

Intertemporales Budget

Summe der Gegenwartswerte der Budgets, d.h. Aufstellungen der in einer bestimmten

Periode anfallenden Einnahmen und Ausgaben für alle in der Zukunft

liegenden Perioden, beginnend mit der aktuellen Periode. Das intertemporale

Budget unterliegt der Restriktion, dass sich Einnahmen und Ausgaben über den

maßgeblichen Zeithorizont im Gegenwartswert ausgleichen müssen. Der maßgebliche

Zeithorizont ist für Individuen die verbleibende Lebenszeit, für den

Staat unendlich.

Junge Alte

_Neue Alte

Jugendlastquotient

Anzahl der Personen in der wirtschaftlich abhängigen jüngeren Bevölkerung,

bezogen auf die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter. Maßzahl für die

demographische Belastung der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung durch die

nicht produktiven Jungen. Die Definition des Jugendlastquotienten kann je

nach Betrachter variieren. Verbreitet ist die Angabe der Jugendlast als Verhältnis

der Bevölkerung unter 18 Jahren zur Bevölkerung im Alter von 18 bis 64

Jahren.

Kapitaldeckungsverfahren

Versicherungssystem, bei dem das für die Erbringung der versicherten Leistungen

erforderliche Kapital mit den Beiträgen des Versicherten angesammelt

wird.

Kapitalintensität

Einsatzverhältnis der Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit.

KAPOVAZ

Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit, auch Abrufarbeit. Modell der Arbeitszeitflexibilisierung,

das es dem Arbeitgeber ermöglicht, ein mit dem Arbeitnehmer

fest vereinbartes Arbeitszeitkontingent innerhalb der vom Teilzeit und

Befristungsgesetz geregelten Abruffristen und unter Berücksichtigung täglicher

und wöchentlicher Mindestarbeitsstundenzahlen nach Bedarf abzurufen.

Kohorte

Gesamtheit der Personen, denen innerhalb eines Kalenderjahres dasselbe Ereignis,

zum Beispiel Geburt (Geburtskohorte) widerfährt.

Langzeitarbeitslose

Registrierte Arbeitslose, die am jeweiligen Stichtag der Zählung ein Jahr und

länger bei den Arbeitsämtern gemeldet waren.

Längsschnittuntersuchung

Analyse mehrerer, mindestens zweier Zeitpunkte. Zu den Längsschnittuntersuchungen

gehören auf Grundlage von Wiederholungsbefragungen mit dem gleichen

Untersuchungsinstrument durchgeführte Untersuchungen an identischen

Stichproben. Längsschnittuntersuchungen erlauben die Beschreibung dynamischer

Entwicklungen.

Lebenserwartung (fernere)

Anzahl der Jahre, die eine Person eines bestimmten Alters im Durchschnitt

noch zu leben hat, wenn man die altersspezifischen Sterberaten des Ausgangsjahres

zugrunde legt. Die Lebenserwartung bei der Geburt gibt an, wie viele

Jahre ein neugeborenes Kind bei Gültigkeit der im Geburtsjahr beobachteten

altersspezifischen Sterberaten über den Lebensverlauf im Durchschnitt zu leben

hat.

Lebenslanges Lernen

Theoretische Vorstellung und Praxis der Ausbildung und Qualifizierung als lebensbegleitende

Tätigkeit.

Makroökonomie

Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre, das das Verhalten ganzer Volkswirtschaften

oder von Sektoren innerhalb einer Volkswirtschaft untersucht.

Median

Der Wert, der sich ergibt, wenn die Gesamtheit aller ermittelten Zahlenwerte in

zwei gleich große Hälften geteilt wird.

Mikroökonomie

Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre, das das Verhalten einzelner Haushalte

und einzelner Unternehmen sowie die Interaktionen zwischen Haushalten und

Unternehmen untersucht.

Mikrozensus

Seit 1957 durchgeführte repräsentative Haushaltsbefragung mit einem Auswahlsatz

von einem Prozent der Bevölkerung, mit der jährlich umfassende Daten

zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung erhoben werden.

Mittlerer Wert

_Median.

Nachfrageelastizität

Prozentuale Veränderung der Nachfrage nach einem Gut bei einer einprozentigen

Veränderung des Preises dieses Gutes bei unveränderten Preisen aller anderen

Güter. Die Nachfrage nach einem Gut ist elastisch, wenn die Nachfrageelastizität

einen hohen Wert hat.

Nachhaltige Finanzpolitik

Modell der staatlichen Einnahmen- und Ausgabenpolitik, das die Erfordernisse

der langfristige Finanzierbarkeit berücksichtigt, insbesondere die Notwendigkeit,

die intertemporale Budgetrestriktion des Staates einzuhalten, die eine

Obergrenze der Staatsverschuldung festlegt.

Nettorentenniveau

Maßzahl für das Versorgungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung,

ermittelt als Verhältnis zwischen dem durchschnittlichen Nettolohn der Arbeitnehmer

und der Rente des Eckrentners nach Abzug von Steuern und Beiträgen.

Nettowanderung

Differenz von Zuwanderung und Abwanderung für die Bevölkerung eines Gebietes

in einem bestimmten Zeitintervall.

Neue Alte

Schlagwort in Medien und im Marketing, das zum Ausdruck bringen soll, dass

die heutige Generation älterer Menschen mobiler, aktiver, körperlich und geistig

beweglicher, konsumorientierter und wohlhabender ist als frühere Generationen

älterer Menschen.

Ökonometrie

Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre, das ökonomische Fragestellungen auf

empirisch-quantitative Weise untersucht und sich dabei den Methoden der Statistik

bedient.

Optionswertmodell

Ökonomisches Modell der Lösung diskreter dynamischer Entscheidungsprobleme.

Zur Entscheidungsfindung vergleichen Individuen den monetären Gegenwartswert,

der mit der Festlegung auf eine Handlung zu einem bestimmten

Zeitpunkt verbunden ist, für alle Zeitpunkte, zu denen die Festlegung möglich

ist. Die Festlegung erfolgt in der aktuellen Periode, wenn damit der gegenüber

allen späteren Festlegungen höchste monetäre Gegenwartswert verbunden ist.

Andernfalls erlaubt ein positiver Optionswert, die Festlegung auf eine spätere

Periode zu verschieben.

Panel

Verfahren der empirischen Sozialforschung zur Datenerhebung, bei dem die

gleichen Untersuchungseinheiten mehrmals mit dem gleichen Erhebungsinstrument

untersucht werden. Auf Grundlage eines Panels können die gleichen

Variablen in der ausgewählten Untersuchungsgesamtheit unter sich verändernden

Umweltbedingungen analysiert werden.

Personalentwicklung

Gesamtheit der Maßnahmen, die systematisch, positions- und laufbahnorientiert

auf die Entwicklung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft

der Mitarbeiter abzielen.

Pillenknick

Populärer Ausdruck, der den drastischen Abfall der Geburtenrate in der zweiten

Hälfte der 60er Jahre beschreibt.

Primärer Sektor

_Sektoren der Volkswirtschaft.

Produktionsfaktoren

Bezeichnung für alle Güter, deren Einsatz in die Produktion anderer Güter eingeht.

Für die Beschreibung von gesamtwirtschaftlichen Produktionszusammenhängen

wesentlich sind die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Boden,

Kapital und Arbeit.

Produktionsfunktion

Technischer Zusammenhang zwischen eingesetzten Produktionsfaktoren und

erzielter Produktionsmenge. Bei makroökonomischer Betrachtungsweise wer-

den sowohl die eingesetzten Produktionsfaktoren als auch das Produktionsergebnis

häufig als homogen aufgefasst.

Produktionspotenzial

Sozialprodukt, das bei Vollbeschäftigung aller volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren

hergestellt werden könnte.

Pull-Faktor

Bezeichnung für die Vorteile, die mit einer neuen Lebenssituation verbunden

sind und so das Verlassen der alten Lebenssituation forcieren.

Push-Faktor

Bezeichnung für die Nachteile, die mit einem Verweilen in der alten Lebenssituation

verbunden sind und so den Übergang in eine neue Lebenssituation forcieren.

Referenz-Betriebs-System

Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu Fragen und Problemen

im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Sozio-oekonomisches Panel

SOEP. Seit 1984 durchgeführte jährliche Wiederholungsbefragung von Deutschen,

Ausländern und Zuwanderern in den alten und neuen Bundesländern,

die Daten insbesondere zu den Themenschwerpunkten Haushaltszusammensetzung,

Erwerbs- und Familienbiographie, Erwerbsbeteiligung und berufliche

Mobilität, Einkommensverlauf, Gesundheit und Lebenszufriedenheit ermittelt.

Querschnittsuntersuchung

Analyse der Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Querschnittsuntersuchungen

liefern eine Zustandsbeschreibung und erlauben daher keine Rückschlüsse

auf dynamische Entwicklungen. Vgl. Längsschnittuntersuchung.

Sekundärer Sektor

_Sektoren der Volkswirtschaft.

Sektoren der Volkswirtschaft

Zusammenfassung wirtschaftlicher Institutionen im Rahmen der Volkswirtschaftlichen

Gesamtrechnungen zur kontenmäßigen Erfassung ihrer wirtschaftlichen

Tätigkeit. Verbreitet ist die Unterscheidung von Sektoren nach einer

aus entwicklungstheoretischer Sicht systematischen Reihenfolge: Der primäre

Sektor umfasst denjenigen Teil der Gesamtwirtschaft, der sich mit der Gewinnung

von Naturerzeugnissen und Rohstoffen befasst. Der sekundäre Sektor

umfasst denjenigen Teil der Gesamtwirtschaft, der sich mit der Be- und Verar-

beitung von Naturerzeugnissen und Rohstoffen befasst. Der tertiäre Sektor umfasst

die Gesamtheit aller Dienstleistungen. Zusätzlich wird derjenige Teil des

tertiären Sektors, der sich mit hochwertigen Dienstleistungen (Lehre, Forschung,

unternehmens- und kommunikationsorientierte Dienste, öffentliche

und private Entscheidungstätigkeiten) befasst, gelegentlich als quartärer Sektor

bezeichnet.

Standardrentner

_Eckrentner.

Stille Reserve

Nicht registrierte arbeitslose Erwerbspersonen.

Sozialprodukt

Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Summe aller während

einer bestimmten Periode hergestellten Güter und Dienstleistungen in einer

Volkswirtschaft. Das Sozialprodukt kann entweder als Güterstrom als Summe

der Wertschöpfung auf allen Produktionsstufen oder als Einkommensstrom

als Summe der Einkommen von Haushalten und Unternehmen (Volkseinkommen)

erfasst werden.

Sterberate, altersspezifische

Anzahl der lebend Gestorbenen eines Altersjahrgangs bezogen auf die Anzahl

der Bevölkerung im entsprechenden Alter.

Substitutionseffekt

Veränderung der Nachfrage nach einem Gut aufgrund der mit der Preisveränderung

eines Gutes verbundenen Veränderung des relativen Preisverhältnisses zu

anderen Gütern.

Szientometrie (bzw. Scientometrie)

Beschreibung von Wissen(schaft)sstrukturen und -prozessen mit mathematisch-

statistischen Indikatoren. Datenbasis hierfür bilden formale Zählungen

von Dokumenten, Informations- und Verwaltungsvorgängen – also von eigentlich

nicht für diese Aussagen generierten Daten. Die Verwendung als wissenschaftliche

Leistungsindikatoren ist entsprechend umstritten. Anwendungen

finden sich aber auch im informations- und verwaltungstechnischen Bereich. Je

nach spezieller Sichtweise spricht man auch von: Bibliometrie, Info(r)metrie,

Webometrie (Cybermetrie, Internetometrie). Scientographie bezeichnet speziell

die Erstellung von graphischen Darstellungen der Wissenschaftsbeziehungen.

Tertiärer Sektor

_Sektoren der Volkswirtschaft.

Umlageverfahren

Versicherungssystem, bei dem die Versicherungsleistungen einer bestimmten

Periode vollständig durch die Beiträge der Versicherten in dieser Periode finanziert

werden. Da die Einnahmen den jeweiligen Ausgaben entsprechen, wird

kein Deckungskapital angesammelt.

Versicherungsmathematisch neutrale Versicherung

Versicherung, die das erwartete Einkommen des Versicherten nicht verändert,

weil der Gegenwartswert der erwarteten Versicherungsbeiträge dem Gegenwartswert

der erwarteten Versicherungsleistungen entspricht.

Wachstumstheorie

Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre, das die Bestimmungsgründe für das wirtschaftliche

Wachstum, d.h. der Zunahme der Ergebnisse des Wirtschaftens,

analysiert, das sich im Wachstum des Produktionspotenzials niederschlägt.

Wanderungssaldo

_Nettowanderung.

Zusammengefasste Geburtenziffer

Summe der altersspezifischen Geburtenraten in einem Bezugszeitraum. Maßzahl

für die Gesamtzahl der Kinder, die eine Frau im Laufe ihres Lebens im

Durchschnitt lebend zur Welt bringt, wenn die alterspezifischen Geburtenraten

des Bezugszeitraums konstant blieben, wobei die Sterblichkeit der Frauen außer

Acht bleibt.

 

 

(c) Informationszentrum
Sozialwissenschaften

letzte Änderung:
21.05.2007

Bearbeitung: 
H. Peter Ohly, Dirk Kratzel