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4 Skandale, Korruption, Affären: Erscheinungsformen, Folgen und Wirkungen.

[70-L] Banner, Gerhard:

Parteibuchkarriere in der Kommunalverwaltung: ein Auslaufmodell, in: Volker J. Kreyher, Carl Böhret <Hrsg.>: Gesellschaft im Übergang: Problemaufrisse und Antizipationen, Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. 1995, S. 235-240, ISBN: 3-7890-4007-X (Standort: UuStB Köln(38)-20A7861)

INHALT: Alle identifizierten Trends deuten darauf hin, daß das Parteibuch in der Kommunalverwaltung an Bedeutung verlieren wird. Entgegengerichtete, auf eine verstärkte Parteipolitisierung der Karrieren hinwirkende Trends sind nicht erkennbar. Mitarbeiter und Personalentscheidungsinstanzen werden die sich abzeichnende Entwicklung antizipieren und sie dadurch beschleunigen. Der vorliegende Beitrag arbeitet einige Gründe für diesen Trend heraus. Die zu erwartende Umkehr des derzeit noch als zwangsläufig geltenden Trends zu einer immer stärkeren Parteipolitisierung beruht nicht auf Einsicht, sondern auf Zwang. Nicht die Argumente zur Leistungsschädlichkeit und Rechtswidrigkeit der Ämterpatronage werden die Personalentscheider zur Überprüfung ihres Verhaltens veranlassen, sondern allein das veränderte öffentliche Meinungsklima und die zunehmende öffentliche Diskussion der Patronagepraktiken. Ohne die vorangegangene wissenschaftliche und publizistische Aufarbeitung des Patronagethemas wäre dieser Meinungsumschwung allerdings kaum erfolgt. (ICE2)

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[71-F] Bruhn, Heike; Held, Alexander (Bearbeitung); Mischkowitz, Robert, Dr.; Desch, Roland (Leitung):

Korruption in staatlichen Kontroll- und Strafverfolgungsorganen

INHALT: Erhebung und Bewertung zur Korruption (Phänomene, Ursachen, Gefährdungen, Prävention) in Polizei, Justiz und Zoll. ZEITRAUM: ca. 1990 bis heute GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

METHODE: Erhebung über mündliche und schriftliche Befragungen. Untersuchungsdesign: Querschnitt; Bestandsaufnahme. DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse, standardisiert (Stichprobe: 40-50; Akten). Gruppendiskussion (Stichprobe: 15; AG der Polizei-Führungsakademie -Projektwoche-). Qualitatives Interview (Stichprobe: ca. 80). Teil-Standardisierte Befragung, face to face. Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: ca. 900). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Themenbezogene Literatur). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

ART: Eigenprojekt BEGINN: 199509 ENDE: 199903 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Polizei-Führungsakademie; Bundeskriminalamt Kriminalistisches Institut Forschungsgruppe -KI 1-

INSTITUTION: Bundeskriminalamt Kriminalistisches Institut Forschungsgruppe -KI 1- (Thaerstraße 11, D-65173 Wiesbaden); Polizei-Führungsakademie Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (Zum Roten Berge 18-24, D-48079 Münster)

KONTAKT: Leiter (Tel. 0611-554725)

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[72-F] Conrad, Claudia (Bearbeitung); Wagner, Hans, Prof.Dr. (Betreuung):

Die Auswirkungen politischer Skandale. Eine Untersuchung von 1995 bis Frühjahr 1998

INHALT: Der politische Skandal in der Massenkommunikation: Begriff, Definition, gesellschaftliche Bedeutung, kommunikative Bedeutung, Medienwirkung. Der politische Skandal und seine Folgen: Beispiele politischer Skandale in Deutschland von 1995-1998. ZEITRAUM: 1995-1998 GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

METHODE: deskrtptiv; analytisch.

ART: Diplom BEGINN: 199801 ENDE: 199807 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler

INSTITUTION: Hochschule für Politik München (Ludwigstraße 8, D-80539 München)

KONTAKT: Grün (Tel. 089-285018)

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[73-F] Dölling, Dieter, Prof.Dr. (Leitung):

Eindämmung der Korruption

INHALT: Es wird untersucht, welche Möglichkeiten bestehen, die Korruption in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft einzudämmen.

ART: keine Angabe BEGINN: 199501 ENDE: 199609 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

INSTITUTION: Universität Heidelberg, Juristische Fakultät, Institut für Kriminologie (Friedrich-Ebert-Anlage 6-10, D-69117 Heidelberg)

KONTAKT: Leiter (Tel. 06221-547491)

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[74-F] Gramssteek, Hans van (Bearbeitung); Killias, Martin; Dijk, Jan J. M. van, Prof.Dr. (Leitung):

Untersuchung über Kriminalität gegen Gewerbebetriebe

INHALT: Nach dem International Crimes Surveys I u. II ging es darum, auch die von Opferbefragungen nicht abgedeckten Delikte (wie solche gegen Läden, etc.) abzudecken. Ein wichtiger zusätzlicher Bereich sind Schutzgelderpressung und Korruption (vor allem im Gastgewerbe). Die Hypothesen entspringen vor allem dem situativen Ansatz (Routine activities, Gelegenheitstruktur). Das Projekt wird mit einheitlichen Fragebogen in verschiedenen westlichen Ländern durchgeführt (Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, GB, NL, Australien). (Zwischen)ergebnisse: Liegen erst für andere Länder vor. Generell ist die Viktimisierungsrate gegenüber Betrieben sehr hoch (Einbrüche von mehr als 20 Prozent pro Jahr wurden festgestellt, gegenüber 1-3 Prozent bei Privathaushaltungen). ZEITRAUM: Opfererfahrungen d. Geschäfte/ Betriebe zw. 1989 u. 1993 (letzte 5 Jahre); Interviews erste Hälfte 1994 GEOGRAPHISCHER RAUM: NL, Frankreich, GB, Italien, Schweiz, Deutschland; in Australien schon 1993

METHODE: Grundgesamtheit (für die Schweiz): a) Detailhandelsgeschäfte, b) Gastgewerbebetriebe. Zeitbezug: One shot survey. Auswahlverfahren: Random anhand von Branchenverzeichnissen. Stichprobe (Schweiz): 300 Detailhandel, 150 Gastgewerbebetriebe (in anderen Ländern z.T. größere Stichproben). Datenerhebung: CATI. Durchführung der Interviews durch inter/View Amsterdam. Analysemethoden: übliche statistische Auswertungsverfahren (SPSS).

VERöFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Liste bitte beim Institut anfordern.

ART: Auftragsforschung BEGINN: 199401 ENDE: 199412 AUFTRAGGEBER: Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement -EJPD-, Bundesamt für Justiz FINANZIERER: Auftraggeber

INSTITUTION: Universite Lausanne, Faculte de Droit, Institut de Police Scientifique et de Criminologie (BCH, CH-1015 Lausanne); Ministerie van Justitie (Plein 26, Den Haag)

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[75-F] Höffling, Christian, Dipl.-Soz. (Bearbeitung); Lautmann, Rüdiger, Prof.Dr.phil.Dr.jur. (Leitung); Liebl, Karlhans, Prof.Dr.; Lautmann, Rüdiger, Prof.Dr.phil.Dr.jur. (Betreuung):

Korruption und Verwaltungshandeln

INHALT: Angesichts des Umstands, daß "Korruption" seit einigen Jahren durch Medien und Experten als soziales Problem zunehmend thematisiert wird, während gleichzeitig über Korruption in Deutschland bisher kaum sozialwissenschaftliche Erkenntnisse auf empirischer Grundlage existieren, wird mit dem Projekt eine explorative Untersuchung auf dem Feld von "Verwaltungskorruption" in der gegenwärtigen Bundesrepublik Deutschland unternommen. Dabei wird aus einer handlungstheoretischen Perspektive heraus Korruption als soziale Interaktion aufgefaßt und als eine solche in ihrem Verlauf rekonstruiert. Die überwiegend mikrosoziologische Analyse richtet sich auf Phänomenologie, Legitimierung und Entstehungsbedingungen von Korruption vor dem Hintergrund struktureller Entwicklungen von Rechts- und Moralordnung. ZEITRAUM: 1990 bis 1996 GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

METHODE: Qualitativ orientierte Auswertung von Ermittlungs- und Strafakten in Korruptionsfällen sowie von in der Presse berichteten Fällen. Untersuchungsdesign: retrospektive Daten; qualitative Forschung. DATENGEWINNUNG: Aktenanalyse (Stichprobe: ca. 200; Korruptionsfälle, BRD, 1990-1996; Auswahlverfahren: bewußt). Datenerstellung auf der Basis von bereits vorliegenden Materialien wie Texten, Akten, Statistiken.

VERöFFENTLICHUNGEN: Höffling, Christian: "Ich hab' Post für dich". Zur Pänomenologie korrupter Beziehungen. in: Kriminologisches Journal, 30, 1998, H. 4, S. 284-298.

ART: gefördert BEGINN: 199509 ENDE: 199906 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft

INSTITUTION: Universität Bremen, FB 08 Sozialwissenschaften, EMPAS Institut für Empirische und Angewandte Soziologie (330440, D-28334 Bremen)

KONTAKT: Höffling, Christian (Tel. 0421-218-7514)

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[76-F] Kenis, Patrick, Dr. (Bearbeitung); Seibel, Wolfgang, Prof.Dr. (Leitung):

Irregularities of promoters of European social fund projects. Case study Germany

INHALT: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

ART: Auftragsforschung BEGINN: 199601 FINANZIERER: Europäische Kommission, Generaldirektion 05 Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und soziale Angelegenheiten

INSTITUTION: Universität Konstanz, Fak. für Verwaltungswissenschaft, Lehrstuhl für Innenpolitik und Öffentliche Verwaltung Prof.Dr. Seibel (Fach D 89, D-78457 Konstanz)

KONTAKT: Bearbeiter (Tel. 07531-88-2084, e-mail: Patrick.Kenis@uni-konstanz.de)

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[77-L] Koch, Friedrich:

Sexuelle Denunziation: die Sexualität in der politischen Auseinandersetzung, Frankfurt am Main: Syndikat Autoren- u. Verl.-Ges. 1986, 223 S., ISBN: 3-8108-0237-9

INHALT: Es werden "Fälle" zusammengetragen und analysiert, bei denen Menschen mit Argumenten aus dem Sexualleben stigmatisiert werden. Es wird vor allem die Funktion der sexuellen Denunziation in der politischen Auseinandersetzung als gezielt eingesetzte Technik zur Ausschaltung des politischen Gegners dargestellt. Mit Hilfe dieser Technik werden politische Entscheidungen und Entwicklungen in Gang gesetzt oder nachträglich gerechtfertigt. Diese politische Dimension wird an zwei Zeitabschnitten verdeutlicht. Am Beispiel des deutschen Faschismus und an Beispielen aus der Bundesrepublik werden Stigmen wie Homosexualität, Prostitution, Pornographie, Vergewaltigung, Kinderschändung, Sodomie, Syphilis u. a. thematisiert. Dabei werden Beispiele wie Ernst Röhm, General Fritsch, die Juden, Willy Brandt, Helmut Kohl, General Kießling u. a. herangezogen. Das Anliegen ist, den Mechanismus deutlich zu machen, der bei der Diffamierung und Verunglimpfung bis hin zur Ausschaltung eines politischen Gegners eine Rolle spielt. (GF)

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[78-F] Kompa, Ain, Dr.; Maier, Walter, Dr.; Wimmer, Peter, Dr.; Quandt-Stelling, A., Dipl.-Psych. (Bearbeitung); Neuberger, Oswald, Prof. Dr. (Leitung):

Soziales Handeln in Organisationen.

INHALT: In diesem Forschungsvorhaben wird am Beispiel der Stellenbesetzung auf bisher in der traditionellen Personalwirtschaftslehre weitgehend vernachlässigte Aspekte des sozialen Handelns in Organisationen eingegangen, wie z.B. Mikropolitik, Karrieretaktiken, Intrige, Korruption, soziale Unterstützung, Kooperation usw. Hierzu ist zum einen der theoretische Rahmen weiterzuentwickeln. Andererseits werden in verschiedenen Praxisfeldern empirische Untersuchungen mit vornehmlich qualitativen Methoden zu den einzelnen Aspekten des sozialen Handelns durchgeführt.

METHODE: keine Angaben DATENGEWINNUNG: Einzelinterview. Aktenanalyse. Inhaltsanalyse. AUSWERTUNG: Qualitative Inhaltsanalysen.

VERöFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Goldschmid, J.: Empirische Untersuchung zum Karriereverlauf von Führungskräften - Strategien zur Beeinflussung des Karriereverlaufs. Unveröffentl. Diplomarbeit Univ. Augsburg 1985.+++Ortlieb, M.: Empirische Untersuchung zum Karriereverlauf von Führungskräften. Methodologische Aspekte der biographischen Forschung und Begründungsmuster für Karriereverläufe. Unveröffentl. Diplomarbeit Univ. Augsburg 1985.

ART: Eigenprojekt BEGINN: 198301 ENDE: 198612 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

INSTITUTION: Universität Augsburg, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozioökonomie Lehrstuhl für Psychologie 01, insb. Personalwesen (Universitätsstr. 16, D-86135 Augsburg)

KONTAKT: Maier, Walter (Dr. 598359)

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[79-L] Kulitz, Peter:

Unternehmerspenden an politische Parteien, (Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Bd. 44), Berlin: Duncker & Humblot 1983, 196 S., ISBN: 3-428-05398-2 (Standort: UuStB Köln(38)-3Z281)

INHALT: "Die vorliegende Arbeit macht sich zur Aufgabe, Entwicklung und gegenwärtiges Wirken der politischen Unternehmerspende mit ihren vielschichtigen Bezügen zum Verfassungs- und Staatsrecht sowie zum Steuer-, Gesellschafts- und Unternehmensrecht darzustellen. Unter Heranziehung neuer Lösungsansätze der Spendenfinanzierungsproblematik politischer Parteien im anglo-amerikanischen Rechtskreis sollen Wege aufgezeigt werden, die geeignet erscheinen, das Beziehungsfeld Unternehmerspenden politische Parteien transparent zu machen". Vor dem Hintergrund einer kurzen historischen Verortung des Themas bzw. der damit verbundenen politischen Probleme in der Weimarer Republik und im Dritten Reich wird die Nachkriegsentwicklung der Parteienfinanzierung nicht nur unter den o. a. inhaltlichen Gesichtspunkten analysiert, sondern gleichzeitig kritisch auf die mangelnde Transparenz einerseits und den massiven politischen Einfluß, der durch Unternehmensspenden erfolgt, andererseits abgestellt. Publizität bzw. umfassende Offenlegung werden als entscheidende Korrektive auch in ihren unternehmensrechtlichen Dimensionen dargestellt und politisch gefordert. (MB2)

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[80-L] Leggewie, Claus; Müller, Sybille; Nungesser, Tim:

"Nicht alles darf man beim Namen nennen - in Deutschland": Skandal im Skandal: Die Bundestagsrede Philipp Jenningers zur "Kristallnacht", in: Sozialwissenschaftliche Informationen, Jg. 20/1991, H. 2, S. 128-132

INHALT: "Am 10. November 1988, zum fünfzigsten Jahrestag der Reichspogromnacht (vulgo: Kristallnacht), hielt der damalige Bundestagspräsident Philipp Jenninger eine bereits im Vorfeld beargwöhnte, im In- und Ausland außerordentlich stark beachtete Rede im Bundestag. Inhalt und Form erregten so viel Aufsehen, Abscheu und Kritik, daß Jenninger, der zweithöchste Repräsentant der Bundesrepublik, ein CDU-Politiker aus der Führungsriege der Union und langjähriger enger Gefolgsmann von Bundeskanzler Kohl, binnen 24 Stunden seinen Hut nehmen mußte und seither fast völlig von der politischen Bildfläche verschwunden ist. Drei Jahre später ist er, unterdessen deutscher Botschafter in Wien, noch nicht rehabilitiert (und dies ist auch nicht unsere Absicht)." (Autorenreferat)

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[81-L] Müller, Michael:

Das Ende der Atomkraft ist eingeleitet: Konsequenzen aus dem Castor-Skandal, in: Forum Wissenschaft, Jg. 15/1998, Nr. 3, S. 34-37

INHALT: "Über Jahre hat die Atomwirtschaft kontinuierliche und teilweise sehr hohe Überschreitungen der Grenzwerte bei Atommülltransporten verschwiegen. Die Führungsetagen der sonst so hierarchisch organisierten Unternehmen haben angeblich nichts gewußt. Sie reden von 'technischen Fragen', mit denen nur wenige Mitarbeiter befaßt seien. Sie hätten 'bedauerlicherweise' die Tragweite des Problems nicht erkannt, aber schließlich, so die gängige Abwiegelung, habe nie eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestanden." (Autorenreferat)

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[82-L] Mutius, Albert von:

Verfassungs- und Parlamentsreform in Schleswig-Holstein: Chance zur Bewältigung politischer Skandale?, in: PP-Aktuell, Jg. 9/1990, Nr. 1/2, S. 23-34

INHALT: In einer von der Öffentlichkeit wahrgenommenen Krise liegt immer beides, die Erkenntnis mehr oder weniger tiefgreifender Mängel, aber auch die Chance der Besserung. Art und Weise, in der Krise erkannt, aufgearbeitet und womöglich gelöst werden, erweisen sich häufig bereits als erster Schritt zur Innovation. Hierfür ist der politische Entscheidungsprozeß, den der "Parlamentarische Untersuchungsausschuß zur Aufklärung der evtl. rechtswidrigen Handlungen und Unterlassungen des Ministerpräsidenten Dr. Barschel, der Mitglieder, Mitarbeiter und Helfer der Landesregierung gegen zum 11. Landtag kandidierende Parteien und ihre Repräsentanten" in Schleswig-Holstein eingeleitet hat, ein eindrucksvoller Beleg. Nach einigen grundlegenden Überlegungen zum Phänomen des politischen Skandals thematisiert der Autor die Vorschläge und Empfehlungen der Enquete-Kommission "Verfassungs- und Parlamentsreform in Schleswig-Holstein", die auf Vorschlag des genannten parlamentarischen Untersuchungsausschusses eingerichtet worden war. Im weiteren befaßt sich der Autor mit der politisch-parlamentarischen Behandlung des Schlußberichts der Enquete-Kommission. Der Autor kommt zu dem Ausblick: Zu den Erfolgsbedingungen der parlamentarischen Regierungssysteme gehören gewiß nicht nur die verfassungsrechtlichen und unterverfassungsrechtlichen Grundlagen. Die gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen sind ebenfalls von elementarer Bedeutung: sie sind um so bedeutsamer, je begrenzter bei hochkomplizierten politischen Entscheidungsprozessen die Steuerungswirkung der Rechtsnorm ist. Zu solchen Rahmenbedingungen gehört der allseitige Verfassungskonsens. Diesen weiterzureichen - über politische Skandale hinweg - ist Aufgabe aller. (RW)

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[83-F] Pfeiffer, Christian, Prof.Dr.; Ohlemacher, Thomas, Dr.; Gabriel, Ute, Dipl.-Psych.; Mecklenburg, Eberhard, M.A. (Bearbeitung):

Viktimisierung und Systemvertrauen. Geschäftsleute in Konfrontation mit allgemeiner Kriminalität, Korruption und Schutzgelderpressung

INHALT: Die zentrale Perspektive des hier vorgeschlagenen Projekts: Können spezifische Opfererfahrungen, empfunden als Ohnmacht der eigenen Person, aber auch als die wahrgenommenen Funktionsfehler der staatlichen Instanzen, zu einem Verlust an Systemvertrauen führen? Was sind die Bedingungen, die sozialen Wirkungsmechanismen? Und welche Folgen hat dies für die Gesellschaft? Droht ein "Opting Out" von Teilen der Bevölkerung - in Form von Verdrossenheit oder als Selbstjustiz? GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland

METHODE: systemtheoretischer Ansatz; qualitative und quantitative Forschungsmethoden. Untersuchungsdesign: Querschnittserhebung; quantitative Forschung; qualitative Forschung; interkultureller Vergleich. DATENGEWINNUNG: Standardisierte Erhebung, Telefoninterview (Stichprobe: 4.400; Gastronomen bundesweit -türkisch, italienisch, griechisch, deutsch-; Auswahlverfahren: total, Zufall). Standardisierte Erhebung, Postalische Befragung (Stichprobe: 3.800; türkisch, italienisch, griechisch, deutsch; Auswahlverfahren: total, Zufall). Offene Erhebung, anonymes Telefoninterview (Geschäftsleute in Großstädten -türkisch, italienisch, deutsch-; Auswahlverfahren: total, bewußt) . Primärerhebung: Feldarbeit als Auftrag an kommerzielle Umfrageinstitute vergeben. AUSWERTUNG: Regressionsanalyse; Diskriminanzanalyse etc.

VERöFFENTLICHUNGEN: Ohlemacher, Thomas; Pfeiffer, Christian: Viktimisierung und Systemvertrauen. Geschäftsleute in Konfrontation mit allgemeiner Kriminalität, Korruption und Schutzgelderpressung. Forschungsbericht, Nr. 22. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen 1994.+++Ohlemacher, T.; Mecklenburg, E.: Und dennoch Demokraten? Gastwirte und ihr Wissen von Korruption und Schutzgelderpressung. in: Pfeiffer, C.; Greve, Werner (Hrsg.): Forschungsthema Kriminalität. Baden-Baden: Nomos 1996, S. 111-136.+++Ohlemacher, T.; Pfeiffer, C.: In Konfrontation mit Schutzgelderpressung und Korruption? Eine bundesweite Befragung von deutschen und ausländischen Gastronomiebetreibern. in: Kriminalistik, 1997, 7, S. 470-474.+++Mecklenburg, E.; Gabriel, U.; Ohlemacher, T.: Auswahlverfahren und Validitätsprüfung bei speziellen Populationen. Eine bundesweite Befragung deutscher und ausländischer Gastronome. in: ZUMA-Nachrichten, 41, S. 153-171.+++Ohlemacher, T.: Verunsichertes Vertrauen? Gastronomen in Konfrontation mit Schutzgelderpressung und Korruption. Baden-Baden: Nomos 1998.+++Gabriel, Ute: Furcht und Strafe. Kriminalitätsfurcht, Kontrollüberzeugungen und Strafforderungen in Abhängigkeit von der Erfahrung krimineller Viktimisierung. Baden-Baden: Nomos 1998.

ART: gefördert BEGINN: 199503 ENDE: 199802 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Volkswagen Stiftung

INSTITUTION: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (Lützerodestraße 9, D-30161 Hannover)

KONTAKT: Ohlemacher, Thomas (Dr. Tel. 0511-348360)

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[84-F] Pickel, Gert, Dipl.-Pol. Dipl.-Soz. (Bearbeitung):

Jugend und Politik im vereinigten Deutschland

INHALT: Betrachtet man die Diskussion der letzten Jahre über politische Verdrossenheit und Politikmüdigkeit (Rieger 1994) in der Bundesrepublik Deutschland, so stellt sich die Frage, inwieweit die jüngere Generation als Träger der politischen Werte noch die gesellschaftspolitisch gestellten Erwartungen erfüllt. Beklagt wird ihr angeblich geringes Interesse an politischen Themen, ihre angeblich mangelnde Bereitschaft zu politischer Partizipation sowie eine größere Distanz zu den traditionellen politischen Institutionen. Gerade in der aktuellen Diskussion um die Herabsetzung des Wahlalters werden diese Argumente als Begründung für die Beibehaltung des Status Quo benutzt. Dabei wird aber neben der Abkehr vom politischen Engagement auch ein gesteigertes Kritikbewußtsein bei der jüngeren Generation aufgrund größerer Sensibilität für politische Skandale und mangelnder Berücksichtigung bei der politischen Entscheidungsfindung festgestellt (Spiegel 1994). Die daraus resultierende Ablehnungshaltung gegenüber Politik und ihren Repräsentanten könnte nicht nur eine geringere Bereitschaft, sich für den Staat einzusetzen, zur Folge haben, sondern auch zu einer langfristigen Abwendung von der oft angesprochenen Staatsbürgerpflicht führen. Dieser Fragestellung soll im Rahmen des Projektes unter Nutzung von Sekundäranalysen nachgegangenen werden. ZEITRAUM: 1991-1998 GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland (West und Ost)

METHODE: Politischer Kulturansatz; Jugendforschung. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt. DATENGEWINNUNG: Literaturanalyse. Sekundäranalyse von Individualdaten. Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut.

VERöFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Pickel, G.: Jugend und Politik im vereinigten Deutschland oder Sind die jungen Staatsbürger demokratiemüde? Politische Überzeugungen Jugendlicher und junger Erwachsener. Paper anläßlich des 20. DVPW-Kongresses "Demokratie eine Kultur des Westens" vom 13.-17.10.1997 in Bamberg. Arbeitskreis Wahlen und Politische Einstellungen "Probleme und Resultate der Wahl und Einstellungsforschung".+++Ders.: How strong is the political support of the democratic system of young germans in West and East Germany? Paper presented at the: 3rd European Conference of Sociology. 27-30 august 1997, University of Essex, Colchester, United Kingdom. Workshop: youth and generation in Europe.

ART: Eigenprojekt BEGINN: 199706 ENDE: 199910 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler

INSTITUTION: Europa-Universität Viadrina, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Professur für Vergleichende Kultursoziologie (Große Scharrnstraße 59, D-15207 Frankfurt an der Oder)

KONTAKT: Bearbeiter (Tel. 0335-5534-922, Fax: 0335-5534-923, e-mail: pickel@euv-frankfurt-o.de)

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[85-L] Pippig, Gerhard:

Verwaltungsskandale: zur Korruption in der öffentlichen Verwaltung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 1990, B 7, S. 11-20 (Standort: UuStB Köln(38)-Ztg00926-a; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Innerhalb der Kategorie 'Verwaltungsskandale' verweisen die aktuellen Beispiele der achtziger Jahre auf eine Bedeutungszunahme personalbezogener (und nicht so sehr organisations- oder strukturbezogener) Ursachenmerkmale, wie sie insbesondere in Korruptionsfällen sichtbar werden. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch, daß es Korruption immer und überall gibt und gegeben hat und daß auch aktuelle Beispiele weit in frühere Jahrzehnte zurückreichen. Gerichtsstatistische Daten verweisen eher darauf, daß Korruption für den öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland kein dramatisches Phänomen darstellt. Die aktuelle Häufung von Korruptions-Skandalen ist dennoch bemerkenswert. Sicher erscheint, daß bestimmte Verwaltungsbereiche besonders geführdet sind. Werthaltungen - gesellschaftlich dominante und besonders die aus dem unmittelbaren Klientel-Umfeld der Beamten (z. B. in Baubehörden) - können um so eher bedeutsam werden, je mehr ein traditionelles Berufsethos im Rahmen gesellschaftlicher Wertveränderungen verloren geht. Dieser These wird eine größere Berechtigung zugewiesen als etwa der These der parteipolitischen Ämterpatronage oder der Verwaltungsexpansion als wesentliches Erklärungsmoment für Korruption in der öffentlichen Verwaltung. Es erscheint ohnehin unangemessen, ein monokausales Erklärungsmodell für Korruption anzuwenden." (Autorenreferat)

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[86-F] Rennstich, Karl, Dr. (Bearbeitung):

Die Korruption als theologisches Problem und weltweite Herausforderung der Kirche Jesu Christi.

INHALT: Inhalt und Schwerpunkt: Korruption in der Sicht der Soziologen und Ökonomen; Korruption in der Sicht der Weltreligionen; Korruption in der Bibel; Altes Testament; Neues Testament; Korruption als theologisches Problem und weltweite Herausforderung der Kirchen. GEOGRAPHISCHER RAUM: unbegrenzt, Schwerpunkt Asien.

VERöFFENTLICHUNGEN: Rennstich, Karl: Plädoyer gegen Schwäbische Vetterleswirtschaft als Aufsatz in: Konsequenzen 4/87, Juli/August 1987 erschienen.+++Die Arbeit (ca. 570 Seiten) soll als Buch im kommenden Jahr (1988) veröffentlicht werden. Verhandlungen mit versch. Verlagen laufen bereits. ARBEITSPAPIERE: Die Arbeit liegt als maschinengeschr. Manuskript vor.

ART: Habilitation BEGINN: 198606 ENDE: 198707 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler

INSTITUTION: Missionsakademie an der Universität (Rupertistraße 67, D-22609 Hamburg)

KONTAKT: Rennstich, Karl (Dr. 040-821447)

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[87-F] Rössel, Mark, Dipl.-Kfm. (Bearbeitung); Hillmann, Karl-Heinz, Prof.Dr.Dr. (Betreu-ung):

Wirtschaftskriminalität und Wertewandel

INHALT: Hypothese 1: Unsere moderne Leistungsgesellschaft ist durch zunehmende Wirtschaftskriminalität gefährdet! Hypothese 2: Wesentlicher Grund für die zunehmende Wirtschaftskriminalität ist der gegenwärtig zu beobachtende beschleunigte Wertewandel in unserer Gesellschaft!

ART: Dissertation BEGINN: 199703 ENDE: 199905 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Wissenschaftler

INSTITUTION: Universität Würzburg, Philosophische Fakultät 03, Institut für Soziologie LS Soziologie 02 Prof.Dr.Dr. Hillmann (Wittelsbacherplatz 1, D-97074 Würzburg)

KONTAKT: Bearbeiter (Tel. 05603-6321, Fax: 05603-6321); Institution (Tel. 0931-888-4879, Fax: 0931-888-4880)

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[88-L] Scheuch, Erwin K.; Scheuch, Ute:

Inner- und zwischenparteiliche Interessenverflechtungen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 1992, B 34-35, S. 36-44 (Standort: UuStB Köln(38)-Ztg00926-a; Kopie über Literaturdienst erhältlich)

INHALT: "Die Parteien entstanden als Vertreter von 'sozialmoralischen Milieus' und spezifischen Interessen. Von dieser Einbindung haben sie sich in der Nachkriegszeit weitgehend emanzipiert. Inzwischen hat sich die Einflußnahme sogar umgekehrt: Die Parteien durchdringen die verschiedensten Lebensbereiche und politisieren immer mehr Sachfragen. Die Ämterpatronage in Schulen, Medien und Behörden, einschließlich der Einflußnahme auf die Justiz, ist Alltag. Die Durchdringung des Vereinswesens und die wechselseitige Verschränkung großer Wirtschaftsunternehmen mit politisierten Behörden haben undurchdringliche Verflechtungen bewirkt. So sind in den Eigenbetrieben der Stadt Köln die Vorstandspositionen von Berufspolitikern besetzt, die gleichzeitig dem Rat angehören. Interessenkonflikte bei der Vergabe von Aufträgen sind alltäglich. Da die Unterstützung durch öffentliche Mittel einhergeht mit Parteieinfluß, sind die Parteien der wichtigste Antrieb für eine Ausbreitung des Staatseinflusses. Für die Personalauswahl ist die lokale Ebene immer wichtiger geworden." (Autorenreferat)

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[89-L] Scholz, Reiner:

Korruption in Deutschland: die schmutzigen Finger der öffentlichen Hand, Reinbek: Rowohlt-Taschenbuch Verl. 1995, 207 S., ISBN: 3-499-13761-5

INHALT: Der Autor liefert die Bestandsaufnahme eines inzwischen alltäglichen, in seiner Tragweite jedoch unterschätzten Phänomens. Das Zusammenspiel von korrupten Staatsdienern und Unternehmern betrifft in einigen Regionen und Branchen heute nicht mehr nur Einzelfälle, sondern hat Systemcharakter. Auch das Auftreten und Verbreiten der organisierten Kriminalität in Deutschland wird durch die Bestechlichkeit von Beamten und Politikern befördert. Dem entgegenzutreten ist eine umfassende Reform des Strafrechts erforderlich, die Anreize zur Korruption vermindert (Gewinnabschöpfung), neue Straftatbestände einführt (Ausschreibungsbetrug, Abgeordnetenbestechung) und verbesserte Methoden der Beweissicherung ermöglicht (Telefonüberwachung, erweiterte Kronzeugenregelung u. ä.). (Zpol, NOMOS)

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[90-F] Schweitzer, Hartmut, Prof.Dr. (Bearbeitung):

Entstehung, Verbreitung, Wirkung und Bekämpfung von Korruption (Arbeitstitel)

INHALT: Versuch, auf der Grundlage eines Kosten-Nutzen-Ansatzes eine generelle Theorie der Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Korruption zu entwickeln. Diese soll auf Korruption in verschiedenen kulturellen und sozialen Zusammenhängen angewendet werden können. In einem späteren Schritt soll die Erklärungskraft dieser Theorie in der Anwendung auf unterschiedlichste Korruptionsfälle demonstriert werden.

METHODE: Analyse verschiedener Publikationen und von Material mit Hilfe des Kosten-Nutzen-Ansatzes. Untersuchungsdesign: Entwicklung eines Modells (einer Theorie), mit dessen Hilfe Analyse konkreter Korruptionsfälle, international und interkulturell vergleichend. DATENGEWINNUNG: entfällt.

VERöFFENTLICHUNGEN: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Eine Theorie zur Erklärung des Entstehens von Korruption und der Veränderung ihres Ausmaßes. 1995, 38 S. (Entwurf).

ART: Eigenprojekt BEGINN: 199501 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

INSTITUTION: Universität Bonn, Philosophische Fakultät, Seminar für Orientalische Sprachen Abt. Soziologie (Römerstr. 164, D-53117 Bonn); Universität Marburg, FB 03 Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, Institut für Soziologie (Wilhelm-Röpke-Str. 6 B, D-35032 Marburg)

KONTAKT: Bearbeiter (Tel. 0228-734365)

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[91-L] Vahlenkamp, Werner; Knauß, Ina; Ahlf, Ernst-Heinrich:

Korruption: ein unscharfes Phänomen als Gegenstand zielgerichteter Prävention ; Ergebnisse eines Forschungsprojektes, (BKA-Forschungsreihe , Sonderband, Bd. 33), Wiesbaden: 1995, 516 S. (Standort: UuStB Köln(38)-950106689; Graue Literatur)

INHALT: Im Mittelpunkt dieser empirischen Untersuchung steht die Korruption im Rahmen wirtschaftlicher Betätigung und im Zusammenhang mit dem Verwaltungshandeln. Hierzu wurden 165 Mandatsträger aus den Kommunalvertretungen zweier Bundesländer sowie 276 öffentlich Bedienstete aus über 50 Städten und aus verschiedenen Landes- und Bundesbehörden befragt. Außerdem wurden Interviews mit 22 Experten aus der gewerblichen Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung, der Polizei und der Staatsanwaltschaft geführt. Aus den gewonnen Anregungen und Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung und -verhütung wurde eine umfassende Anti-Korruptions-Konzeption erarbeitet. Es wird gezeigt, daß es in den Politik-, Verwaltungs- und Wirtschaftsstrukturen zahlreiche Schwachstellen gibt, die Korruption begünstigen können. Die Bekämpfung der Korruption erfordert die enge Zusammenarbeit von Strafverfolgung, Politik, öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft. (prn)


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