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2 Grenzregionen von Ländern der Europäischen Union

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[101-F] Andersen, Uwe, Prof.Dr.; Petzina, Dietmar, Prof.Dr.; Rutz, Werner, Prof.Dr.; Voß, Werner, Prof.Dr.; Schultz, Helga, Prof.Dr.; Ribhegge, Hermann, Prof.Dr.; Wagener, Hans-Jürgen, Prof.Dr.; Buchholz, Wolfgang, Prof.Dr.; Hoffmann, Frank, Dr.; Kozarowicz, Magdalena, M.A. (Bearbeitung); Klussmann, Paul Gerhard, Prof.Dr. (Leitung):
Regionalvergleich in Deutschland und Europa

Inhalt: Das Projekt untersucht die Entwicklung von Grenzräumen in Deutschland im Vergleich. In Form von Fallstudien wird die regionale Struktur von Wirtschaft, Verwaltung, Kultur, Wissenschaft, Verkehrsinfrastruktur und Gesellschaft in der Euregio Rhein-Ems-Ijssel und der Euroregion Pro Europa Viadrina unter dem Gesichtspunkt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit unter den Bedingungen der europäischen Einigung analysiert. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von 1945 bis in die Gegenwart. Es ist das Ziel, jene Konfiguration zu analysieren, die für zu untersuchende westliche Grenzregionen (Deutschland-Niederlande) erfolgreiche Kooperation ermöglichte, und zu fragen, ob und unter welchen Umständen vor diesem Hintergrund in entsprechenden östlichen Grenzregionen (Deutschland-Polen) gestaltend eingegriffen werden kann und soll. Erste Arbeitsobjekte sind die Wirtschaftsförderungspolitik, die Standortpolitik und Wirtschaftsentwicklung und die nationalen Auto- und Fremdstereotype. GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland, Europa

Veröffentlichungen: Voß, W.: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Beispiel der Euroregion Rhein-Ems-Jissel. in: Schultz, H.; Nothnagle, A.: Grenze der Hoffnung. Geschichte und Perspektiven der Grenzregion an der Oder. Postdam: Verl. für Berlin-Brandenburg 1996, S. 222-237.+++Kozarowicz, M.; Hoffmann, F.: Grenzüberschreitende Wahrnehmung - eine deutsch-polnische Zeitungslektüre. in: Schultz, H.; Nothnagle, A.: Grenze der Hoffnung. Geschichte und Perspektiven der Grenzregion an der Oder. Potsdam: Verl. für Berlin-Brandenburg 1996, S. 245-257.

Art: Eigenprojekt BEGINN: 199303 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Universität Bochum, Institut für Deutschlandforschung (Universitätsstraße 150, D-44780 Bochum); Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften (Große Scharrnstraße 59, D-15207 Frankfurt an der Oder); Europa-Universität Viadrina, Fak. für Wirtschaftswissenschaften (Große Scharrnstraße 59, D-15230 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Institution (Tel. 0234-7007863, Fax: 0234-7094-587)

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[102-F] Arndt, Michael, Dr.; Roch, Isolde, Dr.; Hajdu, Zoltan, Dr.; Kovacs Palne, Ilona, Dr. (Bearbeitung); Scott, James, Dr.; Horvath, Gyula, Dr. (Leitung):
Grenzüberschreitende Raumentwicklung

Inhalt: Im Zusammenhang mit der Bildung größerer sozio-ökonomischer Räume wie EU oder NAFTA wird den Grenzregionen eine - intermediäre - Integrationsfunktion zugewiesen. Zwischenstaatliche Asymmetrien, die in der Vergangenheit Konfliktpotentiale darstellten, sind nunmehr zum gegenseitigen ökonomischen Vorteil durch vorpolitische Arrangements zu organisieren. In diesem Zusammenhang konzentrieren sich die Forschungsfragen auf die Institutionalisierung und Wirkungsweise intermediärer (zwischenstaatlicher) Kooperationsformen, die einerseits zwischenstaatliche Asymmetrien überwinden können, ohne andererseits die Souveränität der betroffenen Nationalstaaten zu verletzen. Im ersten Arbeitsschwerpunkt sollen die mit der Fertigstellung des grenzüberschreitenden Raumordnungsleitbildes verabschiedeten Aktionsprogramme für die deutsch-polnischen Euroregionen hinsichtlich Stärken und Schwachstellen analysiert und deren Umsetzung wissenschaftlich begleitet werden, im zweiten werden Projekterfahrungen aus "etablierten" Grenzregionen analysiert und auf ihre Übertragbarkeit für den deutsch-polnischen Grenzraum hin untersucht. Die Perspektiven der regionalen grenzüberschreitenden Aktivitäten entwickeln sich zunehmend in Abhängigkeit von supranationalen Voraussetzungen. Westeuropäische Erfahrungen dienen der deutsch-polnischen Kooperation als Vorbild, wozu sich Grenzregionforscher u.a. aus Amerika jedoch kritisch äußern, die die Erfolge der westeuropäischen Modelle eher dem besonderen Kontext des europäischen Einigungsprozesses zuschreiben und die Ansicht vertreten, daß sie in asymmetrischen internationalen Situationen nicht anpassungsfähig seien, da hier eine ungleiche und politisch untragbare Partnerschaft zwischen einem reichen "Geberland" und einem armen "Hilfeempfänger" entstehen würde. Um so bemerkenswerter ist die inzwischen vollzogene Institutionalisierung der deutsch-polnischen Kooperation, die aber nicht mit unrealistischen Zielen, Aufgaben und Ansprüchen überfrachtet werden und auch nicht über ihre derzeitigen Kapazitäten und Möglichkeiten hinaus forciert werden sollten. GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland/ Ost, Polen

Methode: Analyse und Vergleich ausgewählter politischer, ökonomischer und ökologischer Bestimmungsfaktoren der Institutionalisierung grenzüberschreitender Beziehungen: Die Indikatoren des Vergleichs werden mittels qualitativer Erhebungen erfaßt und orientieren sich an den praktischen Erfahrungen vor Ort; parallel dazu werden die verschiedenen Kooperationsräume auf der Basis des amtlichen Statistikmaterials analysiert.

Veröffentlichungen: Scott, J.W.: Environmental protection and international cooperation in the Baltic Searegion: the VA-SAB-initiative. in: International conference on international boundaries and environmental security. Frameworks for regional cooperation. Singapore 1995. ARBEITSPAPIERE: IRS: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im internationalen Vergleich. Berlin 1995. Unveröffentlichter Arbeitsbericht.

Art: gefördert BEGINN: 199504 ENDE: 199612 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Europäische Union; Zentrum für Regionale Studien des Transdanubischen Instituts -DTI-

Institution: Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung -IRS- (Flakenstraße 28-31, D-15537 Erkner); Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. -IÖR- (Weberplatz 1, D-01217 Dresden)

Kontakt: IRS (Tel. 03362-793-0)

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[103-F] Barjak, Franz, Dipl.-Geogr. (Bearbeitung):
Wirtschaftliche Strukturen und Entwicklung in Grenzräumen - Vergleich der früheren innerdeutschen mit der deutsch-polnischen Grenze

Inhalt: Gefragt wird: Weisen Grenzräume eine von Binnenräumen abweichende Wirtschaftsstruktur und -entwicklung auf? Entstehen aus der Grenzlage spezifische Standortvor- und -nachteile? Was bewirken die durch eine Grenzöffnung ausgelösten Prozesse für die angrenzenden Räume? Welche Bedeutung haben grenzüberschreitende wirtschaftliche Beziehungen für Grenzräume? GEOGRAPHISCHER RAUM: Ostdeutschland, Polen

Methode: Ableitung von Hypothesen zu Grenzräumen aus den Standorttheorien und Überlegungen zu den Einflußfaktoren auf Güter- und Faktorströme; empirische Prüfung dieser Hypothesen durch die Auswertung von statistischem Material für die neuen Länder und Gespräche in zwei Grenzräumen. Vergleich der Ergebnisse zwischen Grenz- und Binnenraum und unterschiedlichen Grenzräumen; Schlußfolgerungen; Ableitung von Handlungsempfehlungen.

Veröffentlichungen: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Barjak, F.: Wirtschaftliche Strukturen und Entwicklungen an der deutsch-polnischen Grenze. Halle 1996.

Art: Eigenprojekt BEGINN: 199603 ENDE: 199612 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Institut für Wirtschaftsforschung Halle -IWH- (Delitzscher Str. 118, D-06038 Halle)

Kontakt: Institution (Tel. 0345-7753-756)

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[104-F] Blattner, Joachim; Hey, Christian; Müller, Heinz; Pötsch, Peter; Schnell, Klaus-Dieter (Bearbeitung); Scherer, Roland (Leitung):
Preconditions for Successful Crossborder Co-Operation on Environmental Issues

Inhalt: Die Tendenz einer immer stärkeren europäischen Integration führt dazu, daß sich Grenzregionen zunehmend um grenzüberschreitende Kooperationen bemühen. In deren Vordergrund stehen dabei meist Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und der Raumplanung. Derartige Kooperationsformen sind, im Gegensatz zur grenzüberschreitenden Kooperation im Umweltbereich, schon seit längerer Zeit Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Gegenstand des Forschungsprojektes ist die Analyse grenzüberschreitender Kooperation im Umweltbereich, wobei die Untersuchung der administrativen Strukturen sowie die Entscheidungsmechanismen grenzüberschreitender Kooperationen im Vordergrund steht. Mit einer weiter ins Detail gehenden Analyse soll in einem zweiten Schritt die Initiation und Implementation von Umweltpolitik in zwei konkreten grenzüberschreitenden Kooperationen untersucht werden. Das Forschungsdesign umfaßt dabei zwei Stufen: Internationale Vergleichsstudie in 15 grenzüberschreitenden Kooperationen in Europa; Fallstudien in den Regionen "Oberrhein" und "Bodensee". Ziel der Untersuchung ist es, Hindernisse derartiger Kooperationen sowie Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation aufzuzeigen und daraus Anforderungen für regionale Akteure, Landes-, Bundes- und EG-Politik abzuleiten. Im Rahmen dieses Projektes wurde EURES von der EG-Kommission beauftragt, weitere Forschungsprojekte zu dem Themenbereich in Mitteleuropa technisch und wissenschaftlich zu betreuen. Es handelt sich dabei um ein Projekt des "Centre for Architectural and Urban Studies" der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (Dr. Machacek) über die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung und umweltorientierte Regionalentwicklung im Dreiländereck Polen, Sachsen, Tschechien und um ein Projekt des Zentrums zur Erforschung sozialer Konflikte in Budapest (Dr. Tamas) zum Thema: Regionalökonomie - Selbstverwaltung und der Schutz der Umwelt", das die Umweltkonflikte zwischen Ungarn und der Südslowakei untersucht.

Methode: Untersuchungseinheiten: institutionalisierte und nicht institutionalisierte grenzüberschreitende, aber seit einige Zeit bestehende Zusammenarbeitsformen an Staatsgrenzen innerhalb Europas. Geographischer Bezugsrahmen: Mittel- und Mittel-Osteuropa; regionale Vertiefungsgebiete Oberrhein- und Bodenseeregion. Auswahlverfahren: rationale Auswahl. Datenerhebung: direkte, halbstandardisierte, mündliche Befragung; Literaturanalyse. Datenerhebung: durch Forscher und engagierte Interviewer. Analysemethoden: qualitative Auswertung (Bestandesaufnahme; Versuch durch systematisches Ordnen der Antworten Schwerpunkt-Kriterien herauszuschälen). DATENGEWINNUNG: Offene Erhebung, Persönliches Interview, Telefoninterview, Expertengespräch, Aktenanalyse Datenerstellung auf der Basis von bereits vorliegenden Materialien wie Texten, Akten, Statistiken. AUSWERTUNG: entfällt.

Veröffentlichungen: Leuenberger; Walker: Euroregion Bodensee - Grundlagen für ein grenzüberschreitendes Impulsprogramm. Hochschule St. Gallen, 1992. +++ Müller, H.: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum - Bestandsaufnahme der Verflechtungen politisch-administrativer Akteure und organisierter privater Gruppierungen. Dissertation HSG, 1994. +++ Scherer, R.; Blatter, J.; Hey, Ch.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Umweltpolitik. Historische, theoretische und analytische Ausgangspunkte. Freiburg 1994, 66 S.+++Hey, Ch.; Betz, P.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz. Das Beispiel Oberrheinregion. Freiburg 1994, ca. 60 S. +++ Scherer, R.; Müller, H.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz. Das Beispiel Bodenseeregion. Freiburg 1994, ca. 70 S. +++ Pötsch, P.; Hey, Ch.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz. Das Beispiel ÖPNV in der Oberrheinregion. Freiburg 1994, ca. 70 S. +++ Schnell, K.-D.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz. Das Beispiel ÖPNV in der Bodenseeregion. Freiburg 1994, ca. 70 S. +++ Blatter, J.: Erfolgsbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz. Das Beispiel Gewässerschutz. Freiburg 1994, ca. 150 S. +++ Leubuscher, S.; Hager, W.: Preconditions for successfull cross-border cooperation on environmental issues. European experiences. Freiburg 1994, ca. 75 S.

Art: gefördert BEGINN: 199301 ENDE: 199504 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Generaldirektion 12 Wissenschaft, Forschung und Entwicklung; Eidgenössisches Departement des Innern -EDI-, Bundesamt für Bildung und Wissenschaft

Institution: Institut für Regionale Studien in Europa -EURES- (Basler Straße 19, D-79100 Freiburg im Breisgau); Universität St. Gallen (Dufourstr. 50, CH-9000 St. Gallen)

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[105-F] Bluhm, K. (Bearbeitung); Schmidt, Rudi, Prof.Dr. (Leitung):
Grenzüberschreitende Strategien bundesdeutscher Unternehmen bei der Ost-West-Integration. Theoretische Analysen und empirische Fallstudien

Inhalt: Gegenstand des Projekts sind grenzüberschreitende Unternehmensstrategien in den grenznahen Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen einerseits, in Tschechien und/ oder Polen andererseits. Ermittelt werden Bedingungen, Charakteristika und die Folgen grenzüberschreitender Unternehmensstrategien, v.a. geht es um jene Einflußfaktoren, die der Herausbildung neuer grenzüberschreitender Muster förderlich oder hinderlich sind. Mit dem organisations- und entscheidungstheoretisch basierten Strategieansatz und der systematischen Einbeziehung von Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und staatlichen Organen werden neue theoretische Einsichten in die Herausbildung industrieller Organisationsmuster unter den veränderten Bedingungen ökonomischer Globalisierung erwartet. GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutschland

Art: gefördert BEGINN: 199701 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Volkswagen Stiftung

Institution: Universität Jena, Fak. für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Soziologie LS Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie Prof.Dr. Schmidt (Otto-Schott-Straße 41, D-07745 Jena)

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[106-L] Burkhardt, Manfred W.:
Grenz-Transformation: Probleme regionaler Strukturpolitik in deutsch-polnischen Grenzregionen, in: Josef Langer, Wolfgang Pöllauer (Hrsg.): Kleine Staaten in großer Gesellschaft, Eisenstadt: Verl. f. Soziologie u. Humanethologie 1995, S. 369-388, ISBN: 3-901537-01-5

Inhalt: Der vorliegende Beitrag setzt sich mit dem Funktionsverlust und der künftigen Rolle nationalstaatlicher Grenzen am Beispiel der Grenze zwischen Polen und Deutschland auseinander. An die Darstellung unterschiedlicher Transformationsstrategien und eines historischen Rückblicks auf die durch Fremdbestimmung geprägte polnische Geschichte schließt der Autor auf der Basis empirischer Daten zu den grenznahen Regionen Lösungsvorschläge zur regionalen Strukturpolitik an. Grundsätzlich soll nach Meinung des Autors die in absehbarer Zeit anstehende Integration Polens in die Europäische Union nicht als ein Projekt der Errichtung neuer Barrieren realisiert werden. Entscheidend für Europa ist, inwieweit die mittel- und osteuropäische Re-Integration gelingt, wobei die Grenzregionen - gleichsam en miniature - Wegweisendes leisten können. (pmb)

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[107-L] Eckart, Karl; Kowalke, Hartmut (Hrsg.):
Die Euroregionen im Osten Deutschlands, (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 55), (7. Tagung der Fachgruppe Geographie und Raumplanung der Gesellschaft für Deutschlandforschung, 1996, Bautzen), Berlin: Duncker & Humblot 1997, 114 S., ISBN: 3-428-09214-7

Inhalt: "Die Publikation ist das Ergebnis der siebenten Tagung der Fachgruppe Geographie und Raumplanung der Gesellschaft für Deutschlandforschung, die am 25. und 26. Oktober 1996 im Landratsamt Bautzen (Sachsen) stattgefunden hat. Schon die Europaabkommen sahen eine Zusammenarbeit zwischen den Assoziierungsländern und der Europäischen Union bei der Regionalentwicklung im europäischen Einigungsprozeß vor. Einen ganz besonderen Stellenwert hat dabei die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die mit den Strukturfonds-Programmen INTERREG und PHARE (Poland and Hungary Assistance for Restructuring Economics) finanziert wird. Die grenzüberschreitende Kooperation wird sicherlich in den nächsten Jahren bei der Heranführung der Reformländer aus Mittel- und Osteuropa an die EU noch wachsen. Die auf dem EU-Gipfel in Essen 1994 beschlossene Strategie zur Heranführung der Visegrad-Staaten zur Vollmitgliedschaft kann nämlich nur dann erfolgreich sein, wenn neben dem institutionellen und makroökonomischen Bereich gleichzeitig auch die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften mit einbezogen werden. Wenn sich die Erkenntnis bestätigt, daß europäische Nationalstaaten immer mehr zusammenwachsen, dann werden die Euroregionen an den Grenzen zu den Reformstaaten in den nächsten Jahren eine Schlüsselstellung haben. Es gibt gegenwärtig acht Euroregionen im Osten Deutschlands. Sie werden nicht alle ausführlich dargestellt. Besonders hervorgehoben werden die beiden ältesten Euroregionen: Egrensis und Neiße. Sie haben sich bisher am weitesten entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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[108-L] Glass, Krzysztof; Kranjc, Janez; Luthar, Oto (Hrsg.):
Grenzlandidentitäten im Zeitalter der Eurointegration, (Zentraleuropa, Mitteleuropa : Gemeinsamkeiten und Trennlinien, Bd. 9), Wien: 1998, 292 S., ISBN: 3-901449-61-2 (Standort: UuStB Köln(38)-980106404; Graue Literatur)

Inhalt: "Diese Zukunftsvision steht im krassen Widerspruch zu den aktuellen und zumeist von einem plakativen Optimismus getragenen Bildern einer liberalen Ära am Anfang des nächsten Jahrtausends, die nach der Meinung der Integrationsbefürworter die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit eines vereinten Europas im Zeitalter der sogenannten Globalisierung herbeiführen soll. Trotz der derzeit so massiv präsenten Tendenz zur Denk- und Handlungsuniformität und der massenmedialen Dominanz des Eurointegrationismus kann die zeitgenössische Relevanz anderer, weniger Beachtung findender Probleme, nicht außer acht gelassen werden. Dazu gehört die Frage der Erhaltung einer sprachlich-kulturellen Vielfalt auf der gesamteuropäischen Ebene ebenso wie das Dilemma des drohenden Grenzverlustes auf der Ebene der einzelnen Staaten, das für den Großteil der ostmitteleuropäischen Länder neben möglichen Identitätskrisen auch eine Aushöhlung ihrer territorialen Integrität bedeuten kann." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Wolfgang Wippermann: Grenzen und Räume (15-24); Janez Kranjc: The protection of minorities in European law (25-40); Robert Hettlage: Die Flexibilisierung von Grenzen: zur Paradoxie territorialer Identitätsbildung im Prozeß der Globalisierung (41-60); Peter Gerlich: Österreich und seine Nachbarn: Partner im Wandel (61-70); Oto Luthar: Der Nabel Europas und seine Grenzidentitäten (71-78); Pawel Stachowiak: Das deutsch-polnische Grenzgebiet im 20. Jahrhundert als Trennungs- und Verbindungsfaktor (79-86); Jörg Roesler: Die (ost-)deutsche und polnische Grenzlandkooperation an Oder und Neiße als Test für die Glaubwürdigkeit grenzüberschreitender Integrationsprojekte (1966-1996) (87-107); Endre Kiss: Mitteleuropa als Gegenstand wechselnder Perspektiven (111-116); Krzysztof Glass: K.u.K.-Nostalgien im Zeitalter der Eurointegration: österreichische kulturpolitische Einstellungen zu Ost-Mitteleuropa (117-134); France Bucar: Between integration and expansion (135-144); Petra Deger: Multikulturalität und Grenzziehung (145-158); Emmerich Talos, Ursula Filipic: Zum aktuellen sozialpolitischen Wandel in Slowenien und Österreich. Ein Vergleich (159-180); Zbigniew A. Czubinski: The European Union's common foreign and security policy towards Central Europe (181-202); Zdzislaw W. Puslecki: Die grenznahe polnisch-deutsche Zusammenarbeit im Lichte der perspektivischen Erweiterung der Europäischen Union nach Osten (205-224); Bogdan Koszel: Die deutsche Minderheit in Polen und die Grenzen des Selbstbestimmungsrechts (225-234); Mitja Zagar: International and domestic regulation of ethnic relations and minority rights (235-250); Daniel Szabo: Hungary - bulwark of christianity and backwardness (251-256); Riccardo Scartezzini: Social representations of northeast Italian border regions (257-272).

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[109-F] Heeg, Susanne, Dipl.-Soz.; Stein, Rolf, Dipl.-Volksw. (Bearbeitung):
Vergleichende Studien zur räumlichen Reorganisation ausgewählter Wirtschaftsbranchen in der deutsch-polnischen Grenzregion

Inhalt: Die deutsch-polnische Grenzregion befindet sich in einem anhaltenden Prozeß rapider industrieller Umstrukturierungen. In diesem Projekt wird der räumlich-strukturelle Wandel exemplarisch für zwei Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes untersucht, die Bekleidungs- und Textilindustrie und die Holzverarbeitende Industrie (insbes. Möbelindustrie). Die Holzverarbeitende Industrie ist in der Grenzregion von Interesse, da sie quantitativ im Verbrauchsgüterbereich in Brandenburg relativ wichtig ist und Polen als Lieferant von Holzprodukten erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Für die Textil- und Bekleidungsindustrie ist die Grenzregion (insbes. Lausitz) schon seit langem ein traditioneller Standort gewesen, der aber im Zuge der Umstrukturierung im Anschluß an die Wiedervereinigung massiv an Bedeutung hinsichtlich der Beschäftigung verloren hat. Trotzdem zeigen sich augenblicklich wieder Ansätze einer positiven Entwicklung im Textilsektor und verstärkte Bemühungen um grenzüberschreitende Kooperation zwischen der deutschen und der polnischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Solche traditionellen Sektoren werden meist bei Strategien zur regionalen Revitalisierung meist vernächlässigt, stattdessen liegt häufig das Schwergewicht auf neuen Industrie- oder Dienstleistungssektoren. Die neuere wissenschaftliche Diskussion um das "Wiedererstarken der regionalen Ökonomien" hat jedoch gezeigt, daß auch von traditionellen Industriezweigen wirtschaftliche Dynamik ausgehen kann. Durch Anwendung flexibler und innovativer Produktionsmethoden, gekoppelt mit anpassungsfähigen Organisationsformen inner- und zwischenbetrieblicher Kooperation haben sich in einigen europäischen Ländern erfolgreiche regionale Produktionsstrukturen herausgebildet. Im Projekt sollen vor diesem Hintergrund die aktuellen Entwicklungslinien dieser Sektoren (z.B. Beschäftigungsstruktur, räumliche Verflechtung, Produktionskonzepte) und ihre Einbindung in die regionale Wirtschaftsstruktur (Zusammenarbeit von Unternehmen, Institutionen der Wirtschaftsförderung, Bildungseinrichtungen) untersucht werden. Zu klären ist, welche Art interregionaler Arbeitsteilung sich in der Grenzregion herausbildet, ob durch die Umstrukturierung Tendenzen intensiverer regionaler Wirtschaftskooperationen gestärkt werden oder ob angesichts der bedeutend niedrigeren Löhne und schlechteren Arbeitstbedingungen auf polnischer Seite Fragmentierungstendenzen hervortreten. Aus wirtschaftspolitischer Sicht stellt sich die Frage, welche regionalen Entwicklungsstrategien unter den vorliegenden Bedingungen erfolgreich sein können. GEOGRAPHISCHER RAUM: deutsch-polnische Grenzregion

Art: keine Angabe AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeographie (Große Scharrnstraße 59, D-15230 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Heeg, Susanne (e-mail: heeg@viadrina-euv-frankfurt-o.de); Stein, Rolf (e-mail: stein@viadrina.euv-frankfurt-o.de)

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[110-L] Horn, Jörg:
Auf dem Weg zur "EURO-Stadt"?: die deutsch-polnische Zusammenarbeit in den an Oder und Neiße geteilten Städten, (Sonderveröffentlichung / Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Sept. 1997), Köln: 1997, 30 S. (Standort: UuStB Köln (38)-970106631; Graue Literatur)

Inhalt: Die vorliegende Untersuchung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Situation der sieben Städte und der etwa 50 Gemeinden, die durch die Oder-Neiße-Grenze geteilt werden. Sie stellt Formen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit deutscher und polnischer Stadtteile dar, fragt nach Konzeptionen im Umfeld des Begriffs "EURO-Stadt" und diskutiert Städtekooperationen im Kontext der Euroregionen und der EU-Förderprogramme INTERREG-II und PHARE. Behandelt werden die Städte Guben, Frankfurt/Oder, Görlitz, Bad Muskau, Küstrin, Zittau und Forst. In international vergleichender Perspektive wird die Situation der italienisch/slowenischen Stadt Görz und der polnisch/tschechischen Stadt Teschen dargestellt. Ein nennenswertes Integrationsniveau weisen nur die Städte Guben, Frankfurt/O., Görlitz und Görz auf. (ICE)

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[111-F] Karalus, Marzena (Bearbeitung); Schultz, Helga, Prof.Dr. (Betreuung):
Das landwirtschaftliche Kreditwesen in den Westprovinzen der VR Polen und im Bezirk Frankfurt/ Oder (1950-1990)

Inhalt: Die Arbeit ist Teil des Projektes zum Vergleich der Agrarentwicklung im deutschen und im polnischen Teil des Grenzgebietes, das von Dr. Nigel Swain (Liverpool) im Rahmen des Gesamtprojektes betreut wird. Sie soll untersuchen, wie unter den Bedingungen unterschiedlicher Agrarstrukturen (Genossenschaften in der DDR, bäuerliche Betriebe in der VR Polen) die Kreditpolitik sich gestaltete. Untersucht werden soll, inwieweit über Kredite eine staatliche Strukturpolitik betrieben wurde. ZEITRAUM: 1950-1990 GEOGRAPHISCHER RAUM: Westprovinzen der VR Polen, Bezirk Frankfurt/ Oder, DDR

Methode: Aktenstudium in Wojewodschafts- und Staatsarchiven, Unterlagen der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbanken und Agrar- und Finanzwissenschaftliche Literatur werden ausgewertet.. DATENGEWINNUNG: Befragung, mündlich; Einzelinterviews; Akten-, Dokumentenanalyse; Aggregatdatenanalyse; Experiment; Test.

Veröffentlichungen: keine Angaben ARBEITSPAPIERE: Karalus, M.: Das landwirtschaftliche Kreditwesen in den Westprovinzen Polens und im Bezirk Frankfurt (O) in den Jahren 1945 bis 1990. Diplomarbeit. Frankfurt an der Oder: Universität Viadrina 1997.

Art: Diplom BEGINN: 199608 ENDE: 199705 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Neuzeit (Große Scharrnstraße 59, D-15207 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Institution (Tel. 0335-5534-314/242)

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[112-F] Krätke, Stefan, Prof.Dr.; Stein, Rolf, Dipl.-Volksw.; Heeg, Susanne, Dipl.-Soz. (Bearbeitung):
Die deutsch-polnische Grenzregion im Transformationsprozeß. Vergleichende Regionalanalyse zum Strukturwandel in Grenzräumen

Inhalt: Die Grenzlage einer Region kann zugleich als Hindernis und Chance aufgefaßt werden. Szenarien zur Perspektive der Euroregion Viadrina können auf dem einen Extrem die Region als "Austrocknungsraum am Rande der EU" oder auch als "stagnierendes Hinterland der Metropole Berlin" sehen, aus dem anderen Extrem als "neue dynamische Wachstums-Peripherie" der EU oder auch der Region Berlin. Zentrale Fragestellungen der Untersuchungen sind: Wie wirkt sich die Re-strukturierung der räumlichen Arbeitsteilung im neuen Europa für die deutsch-polnische Grenzregion aus? In welche Richtung verlaufen die industriellen Restrukturierungsprozesse in der deutsch-polnischen Grenzregion? Welche Bedeutung haben neue "regionale Regulationssysteme" für die Entwicklungsbedingungen und -perspektiven der deutsch-polnischen Grenzregion? Dabei können Voraussetzungen und Tendenzen der regionalen industriellen Restrukturierung aus der Perspektive relevanter Branchen der Region behandelt werden. Statt "eindimensionale" Grenzraumforschung zu betreiben, will das Projekt die Überformung sozioökonomischer Entwicklungsbedingungen einer Region mit den Spezifika der Grenzlage thematisieren. Die vergleichende Analyse von Grenzregionen wird mit einem neueren Ansatz zur Regionalforschung verknüpft, welcher die regionsinternen Verflechtungen und Beziehungsnetze wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure betont, und möchte herausarbeiten, welche besonderen Bedingungen das regionale Entwicklungspotential in der deutsch-polnischen Grenzregion prägen. Der Praxisbezug des Projekts liegt in der Erarbeitung von Empfehlungen für die Ausgestaltung regionaler Entwicklungsstrategien in der Euroregion "Pro Europa Viadrina".

Art: keine Angabe AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeographie (Große Scharrnstraße 59, D-15230 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Heeg, Susanne (e-mail: heeg@viadrina.euv-frankfurt-o.de); Stein, Stefan (e-mail: stein@viadrin.euv-frankfurt-o.de)

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[113-F] Krüger, Peter, Prof.Dr.; Karp, Hans-Jürgen, Dr.; Burian, Peter, Prof.Dr.; Förster, Horst, Prof.Dr.; Hösch, Edgar, Prof.Dr.; Borodziej, Wlodzimierz, Dr.habil.; Luft, Robert; Pistohlkors, Gert v., Dr.; Lemberg, Hans, Prof.Dr.; Haslinger, Peter, Dr.; Turek-Kwiatkowska, Lucyna, Prof.Dr.; Haas, Hans, Prof.Dr. (Bearbeitung):
Grenzen in Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert. Aktuelle Forschungsprobleme

Inhalt: Problematisierung des Begriffs "Grenze" in politischer, philosophischer, völkerrechtlicher, geographischer und ökonomischer Hinsicht; Fallstudien zu einzelnen Regionen: Balkan, Polen, Böhmen, baltische Länder; Konstituierung neuer Grenzen durch Bevölkerungsverschiebungen; Vorstellung eines interdisziplinären Forschungsprojekts "Grenzminderheiten in Ostmitteleuropa" (Pommern, Böhmen, Burgenland). ZEITRAUM: 19. und 20. Jahrhundert GEOGRAPHISCHER RAUM: Ostmitteleuropa, Südosteuropa

Methode: komparatistischer Ansatz; neue Forschungsmethoden aufgrund statistischer Daten; historische Demographie.

Art: Eigenprojekt BEGINN: 199503 ENDE: 199612 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Herder-Institut e.V. (Gisonenweg 5-7, D-35037 Marburg)

Kontakt: Rautenberg, Hans-Werner (Dr. Tel. 06421-184-123)

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[114-F] Langer, Josef, Prof.Dr.; Eger, György, Dr. (Bearbeitung):
Grenze, Region und Ethnien in Mitteleuropa

Inhalt: Auswirkung von Staatsgrenzen auf die kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Verhältnisse in ursprünglich relativ homogenen Regionen. Ergebnis: Die Grenzziehungen wirken in diesem Raum vor allem desintegrativ und entwicklungshemmend. ZEITRAUM: 1990-1990 GEOGRAPHISCHER RAUM: Österreich, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Ukraine, Rumänien

Methode: Biographische Methode; Modernisierungstheorie; Systemvergleich; in vier Dreiländerregionen rund um Ungarn wurden jeweils 300 Haushalte befragt. Die Fragen bezogen sich auf einen Zeitraum von vier Generationen. Untersuchungsdesign: quasi Längsschnitt (Angaben über vier Generationen). DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, offen (Stichprobe: 20; Gemeindechroniken). Beobachtung, teilnehmend (Aufenthalt an der Grenze mit Photodokumentation). Qualitatives Interview (Stichprobe: 15; Intensivinterviews mit Experten). Standardisierte Befragung, face to face; Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 1.200; Haushaltsvorstände, verschiedene). Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts; Feldarbeit durch ein kommerzielles Umfrageinstitut.

Veröffentlichungen: Eger, G.; Langer, J.: Border, region and ethnicity in Central Europe. Klagenfurt: Norea Verl. 1996, 204 S. ISBN 3-85312-001-6.

Art: gefördert BEGINN: 199301 ENDE: 199505 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst

Institution: Universität Klagenfurt, Institut für Soziologie (Universitätsstr. 65-67, A-9020 Klagenfurt); Institute for Central European Studies - Laszlo Teleki Foundation (Szilagyi Erzsebet Fasor 22c, H-1125 Budapest)

Kontakt: Langer, Josef (Prof.Dr. Tel. 0463-2700-471, Fax. -2700-467, e-mail: josef.langer@uni-klu.ac.at)

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[115-F] Leopold, Beate, Dipl.-Soz.; Steffan, Elfriede, Dipl.-Soz.; Kraus, Michael, Dr. (Bear-beitung); Heckmann, Wolfgang, Prof.Dr. (Leitung):
Streetwork zur AIDS-Prävention im grenzüberschreitenden Raum Bundesrepublik Deutsch-land - Polen und Bundesrepublik Deutschland - Tschechische Republik

Inhalt: keine Angaben GEOGRAPHISCHER RAUM: Bundesrepublik Deutschland, Polen, Tschechische Republik

Methode: Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit von Bund, Land Sachsen, Land Mecklenburg-Vorpommern, WHO, EG und Sozialpädagogisches Institut Berlin. Evaluation; Recherche; Fachtagungen.

Art: gefördert BEGINN: 199312 ENDE: 199512 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Gesundheit

Institution: Sozialpädagogisches Institut Berlin -SPI- Geschäftsbereich Forschung (Hallesches Ufer 32-38, D-10963 Berlin)

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[116-F] Müller, Hermann, Dr. (Bearbeitung); Steinert, Erika, Prof.Dr. (Leitung):
Das professionelle Selbstverständnis von SozialarbeiterInnen in grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Inhalt: In dem Forschungsprojekt wird die berufliche Sozialisation und das professionelle Selbstverständnis deutscher SozialarbeiterInnen aus einer Grenzregion zwischen Tschechien, der ehemaligen DDR und Polen untersucht. Analysiert wird zum einen, wie sich die Sozialarbeit als Beruf, den es in der DDR nicht gab, neu etabliert und welche besonderen Prozesse der beruflichen Sozialisation sich daraus ergeben. Man kann davon ausgehen, daß die Statuspassage zwischen Studium und Beruf in der ehemaligen DDR anders verläuft als in Westdeutschland, wo sich die Sozialarbeit als Beruf etabliert hat. Zum anderen werden Besonderheiten der Sozialarbeit in der Grenzregion und Formen der grenzüberschreitenden Sozialarbeit untersucht. Verständigungsprobleme ergeben sich nicht nur aus den Sprachbarrieren und aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, sondern auch aus einem unterschiedlichen Verständnis Sozialer Arbeit. Dies kann zum Teil damit erklärt werden, daß die Prozesse der Professionalisierung der Sozialarbeit in Tschechien und Polen weniger weit fortgeschritten sind als in den neuen Bundesländern. Die Ergebnisse des Projektes sollen in die Beratung, Weiterbildung und Koordination zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einbezogen werden. Ferner sollen die Projektergebnisse in eine Evaluation der theoretischen und berufspraktischen SozialarbeiterInnenausbildung in der Region einfließen. ZEITRAUM: 1996-1999 GEOGRAPHISCHER RAUM: Deutscher Teil der Euro-Region Neisse

Methode: Ausgehend von der soziologischen Professionstheorie werden Prozesse der beruflichen Sozialisation von Sozialarbeitern in der Region analysiert. Es handelt sich um einen qualitativen Forschungsansatz. Das Haupterhebungsinstrument sind offene, problemorientierte Interviews mit narrativen, deskriptiven und argumentativen Elementen. Als Ergänzung und zur Überprüfung werden außerdem Gruppendiskussionen und teilnehmende Beobachtungen durchgeführt.. DATENGEWINNUNG: Beobachtung, teilnehmend (Stichprobe: 12; SozialarbeiterInnen in der Euro-Region Neisse; Auswahlverfahren: Zufall). Gruppendiskussion (Stichprobe: 3; SozialarbeiterInnen in der Euro-Region Neisse; Auswahlverfahren: Zufall). Qualitatives Interview (Stichprobe: 25; SozialarbeiterInnen in der Euro-Region Neisse; Auswahlverfahren: Zufall). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

Art: gefördert BEGINN: 199810 ENDE: 200003 AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

Institution: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau-Görlitz, Studiengang Sozialwesen (Goethestraße 5, D-02826 Görlitz)

Kontakt: Bearbeiter (Tel. 03581-482530)

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[117-F] Nuissl, Henning, Dipl.-Ing.; Joerk, Christiane, Dipl.-Volksw. (Bearbeitung); Matthiesen, Ulf, Priv.Doz. Dr.; Lisiecki, Stanislaw, Prof.Dr. (Leitung):
Grenzmilieus im potentiellen Verflechtungsraum von Polen mit Deutschland

Inhalt: Die Chancen, aber auch Probleme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit an der deutsch-polnischen EU-Außengrenze bilden den Problemrahmen dieses Projekts. Die Doppelstadt Guben/ Gubin ist Gegenstand einer Fallstudie, die exemplarisch die jeweiligen sozialstrukturellen, ökonomischen und kulturellen Binnenstrukturen mit dem Ziel erforscht, verschiedene Produktions- und Lebensmilieus zu rekonstruieren. Daneben interessieren insbesondere Art und Umfang der Nachbarschaftsbeziehungen über die Grenze hinweg. Neben den Asymmetrien in den administrativen Entscheidungsstrukturen, den Strukturunterschieden in den lokalen ökonomischen und politischen Prozessen stehen vor allem kulturelle Unterschiede und Mentalitätsdifferenzen im Zentrum des Forschungsinsteresses. Ziel ist die Analyse von Optionen, Blockaden und Selbstblockaden, die in der charakteristischen Struktur der "Grenzmilieus" begründet liegen. Damit werden auch realistische Verflechtungsoptionen an dieser für den gesamten ostmitteleuropäischen Raum entscheidenden Nahtstelle deutlich. Die Projektergebnisse sollen auch für die aktuelle Diskussion von Konzepten grenzüberschreitenden Regionalentwicklung anschlußfähig sein.

GEOGRAPHISCHER RAUM: Guben, Gubin; Brandenburg (Dt. Bundesland), Bundesrepublik Deutschland, Polen

Methode: Literaturstudien; quantitative Problem- und Potentialanalysen; qualitative kontrastierende Einzelfallanalysen. DATENGEWINNUNG: Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

Art: Eigenprojekt BEGINN: 199804 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

Institution: Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung -IRS- (Flakenstraße 28-31, D-15537 Erkner); Adam Mickiewicz University Poznan, Institute of Sociology (ul. Szamarzewskiego 89c, 60568 Poznan)

Kontakt: Matthiesen, Ulf (Priv. Doz. Dr. Tel. 03362-793-299, e-mail: MattieU@irs.los.shuttle.de)

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[118-F] Pickel, Susanne, Dr. (Bearbeitung); Pollack, Detlef, Prof.Dr.habil.theol. (Leitung):
Kommunikation und wechselseitige Wahrnehmung von deutschen und polnischen jungen Erwachsenen in Frankfurt (Oder) und Slubice

Inhalt: Untersucht wird in der Lebenssituation an der deutsch-polnischen Grenze inwiefern die Kommunikationsbeziehungen zwischen deutschen und polnischen jungen Erwachsenen bestehen und geeignet sind, Images vom jeweils "fremden" Volk zu verändern. Zur Analyse der Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen wird die Netzwerkanalyse herangezogen, die insbesondere über die Größe und Intensität der Kommunikationsweise sowie deren Einfluß auf das jeweilige Völkerbild Auskunft geben soll. ZEITRAUM: 1997/98/99 GEOGRAPHISCHER RAUM: Grenzregion Deutschland-Polen, Frankfurt (Oder)

Methode: Auf der Basis einer quantitativen Umfrage unter polnischen und deutschen jungen Erwachsenen werden Völkerbilder, Kommunikationsstrukturen und deren Veränderung mittels Netzwerkanalyse untersucht. Untersuchungsdesign: Querschnitt. DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, standardisiert. Aktenanalyse, offen. Qualitatives Interview (Stichprobe: 20 Leitfaden). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: N=1.600). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (selbstproduzierte Daten per Erhebung). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

Veröffentlichungen: Pickel, S.; Pollack, D.: Das Bild vom Anderen. Kommunikation und wechselseitige Wahrnehmung deutscher und polnischer Studierender. Bd. 1: Ergebnisse der quantitativen Untersuchung. 1998 (im Erscheinen).+++Dies.: Das Bild vom Anderen. Kommunikation und wechselseitige Wahrnehmung deutscher und polnischer Studierender. Bd. 2: Ergebnisse der qualitativen Untersuchung. 1998 (im Erscheinen).+++Pickel, S.; Pickel, D.; Walz, Dieter (Hrsg.): Politische Einheit - kultureller Zwiespalt? Die Erklärung politischer und demokratische Einstellungen in Ostdeutschland vor der Bundestagswahl 1998. Frankfurt/M. u.a.: P. Lang 1998. 186 S. ISBN 3-631-33892-9.

Art: gefördert BEGINN: 199701 ENDE: 200002 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Institution: Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften, Professur für Vergleichende Kultursoziologie (Große Scharrnstraße 59, D-15207 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Bearbeiterin (Tel. 0335-537341 od. -5534842)

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[119-L] Roch, Isolde:
Die gesamteuropäische Bedeutung der deutsch-polnischen Grenze, in: Hrsg. v. Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung: Regionen im Umbruch: Regiones en transicion, Berlin: 1995, S. 175-185, ISBN: 3-9803304-5-1 (Standort: UuStB Köln(38)-950106331; Graue Literatur)

Inhalt: Die Grenzraumproblematik erhält ihre Brisanz und Neuartigkeit durch das neue Verständnis Europas, dessen Ursachen in tiefgreifenden Veränderungen begründet sind, wie (1) in der Vollendung des europäischen Binnenmarktes; (2) im inneren Wandel und in der außenpolitischen Neuorientierung der postsozialistischen Staaten; (3) in der deutschen Vereinigung; (4) im Bestreben, die Entwicklungsdynamik und Solidarität zwischen den Regionen zu wahren. In diesem Kontext diskutiert dieser Beitrag einige Fragen des deutsch-polnischen Grenzraums. Er wird durch die neuen europäischen Rahmenbedingungen zum zentralen Bindeglied zwischen den Staaten West- und Mitteleuropas sowie zwischen Skandinavien und dem Balkan. Vor diesem Hintergrund haben die deutsche und polnische Regierung eine gemeinsame Raumordnungskommission ins Leben gerufen, die die Grundlagen für eine gemeinsame grenznahe Planung erarbeitet. Der Beitrag berichtet über dieses Raumordnungskonzept. (pmb)

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[120-F] Rosenfeld, Martin, PD Dr.; Barjak, Franz, Dipl.-Geogr.; Heimpold, Gerhard, Dr. (Bearbeitung):
Entwicklungsprobleme und -politik an der deutschen Grenze zu Polen

Inhalt: Die Arbeit will die wirtschaftliche Lage in den deutschen Regionen entlang der Grenze zu Polen darstellen und untersuchen, welche Auswirkungen die Grenze auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. Dabei wird nicht nur der unmittelbare Einfluß der Grenze auf die Absatzbeziehungen der Unternehmen diskutiert, sondern auch Wirkungszusammenhänge zwischen der Grenzlage und mobilen und immobilen Produktionsfaktoren (wie Arbeit, Kapital, Wissen, Boden, Infrastruktur). Dadurch soll abgeschätzt werden, ob die Grenzlage über andere Produktionsfaktoren einen positiven oder negativen Einfluß auf das regionale Wachstum hat und ob sie ungünstige Faktorausstattungen schaffen oder beseitigen (bzw. kompensieren) kann. Weiterhin wird die regionalpolitische Strategie, einschließlich ausgewählter Aspekte der Verkehrs- und Arbeitsmarktpolitik, dargestellt. Es wird untersucht, ob es einen mismatch zwischen regionalen Problemlagen und regionaler Strukturpolitik gibt. Sofern dies der Fall ist, werden Vorstellungen dazu entwickelt, wie ein solcher mismatch behoben werden könnte. ZEITRAUM: 1994-1998 GEOGRAPHISCHER RAUM: Vorpommern, Uckermark, Lausitz, Ostbrandenburg

Methode: theoretische Basis: Aussagen regionaler Wachstumstheorien zu den Determinanten des wirtschaftlichen Wachstums von Regionen; empirische Prüfung quantitativ, z.T. exemplarisch. Untersuchungsdesign: Panel. DATENGEWINNUNG: Qualitatives Interview (Stichprobe: 15-20; regionale Akteure -Wirtschaftsförderer, Regionalplaner, Kammervertreter-). Sekundäranalyse von Aggregatdaten (Stichprobe: 5; Raumordnungsregionen entlang der deutsch-polnischen Grenze). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.

Art: Eigenprojekt BEGINN: 199901 ENDE: 199908 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution

Institution: Institut für Wirtschaftsforschung Halle -IWH- (Delitzscher Str. 118, D-06038 Halle)

Kontakt: Barjak, Franz (Tel. 0345-7753-756)

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[121-F] Scharr, Frank (Bearbeitung); Riedel, Jürgen, Dr. (Leitung):
Strukturpolitik und Raumplanung in den Regionen an der mitteleuropäischen EU-Außengrenze zur Vorbereitung auf die EU-Osterweiterung

Inhalt: Das Vorhaben ist für die weitere Ausrichtung der Regionalpolitik des Bundes sowie der betreffenden Bundesländer im Rahmen der europäischen Struktur und Kohäsionsproblematik von Bedeutung. Es wird von dem Ziel geleitet, die politisch Verantwortlichen in den Regionen an der mitteleuropäischen EU Außengrenze auf die Osterweiterung vorzubereiten und zur wirtschaftspolitischen Bewältigung der regionalen Struktur- und Kohäsionsproblematik beizutragen. Mit dem erarbeiteten Instrumentarium sollen die Kosten der Anpassung an den größeren Integrationsraum gemindert, soziale Härten abgefedert und die Wettbewerbsfähigkeit zur Nutzung der Integrationschancen gestärkt werden. Mit dem Forschungsprojekt sollen folgende Teilkomplexe bearbeitet werden: Aussagen zum sektoralen Strukturwandel und zur Wettbewerbsfähigkeit der Region an der Grenze zu Polen und zur tschechischen Republik, insb. in der Landwirtschaft, der Industrie und den produktionsnahen Dienstleitungen seit der Öffnung der Ostgrenze, Abschätzung des Strukturwandels infolge der EU Osterweiterung; Abschätzung der Auswirkungen für Bereiche, die bislang von Auslandskonkurrenz stark abgeschottet werden; Bewertung der regionalen Auswirkungen auf Handel, Baugewerbe sowie konsumnahe Dienstleistungen in den Grenzregionen untersucht am Beispiel von drei bis vier Arbeitsmarktregionen; Abschätzung der Entwicklung der Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung des sektoralen Strukturwandels sowie zu erwartender Migrations- und Pendlerströme; Einschätzung der zu erwartenden Auswirkungen der künftigen Verkehrsströme für die Grenzregionen; Abschätzung der Entwicklung der Direktinvestitionen und grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Kooperation in der Grenzregion; Aussagen zur Siedlungsentwicklung und zum Wandel in der Raum- und Standortstruktur in den Grenzregionen. GEOGRAPHISCHER RAUM: Osteuropa, VR Polen, Republik Tschechien, Deutschland

Art: Auftragsforschung BEGINN: 199811 ENDE: 200012 AUFTRAGGEBER: Bundesministerium für Wirtschaft FINANZIERER: Land Freistaat Sachsen Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung

Institution: ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Niederlassung Dresden (Hermann-Prell-Str. 6, D-01324 Dresden)

Kontakt: Leiter (Tel. 0351-26476-14)

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[122-F] Schultz, Helga, Prof.Dr. (Leitung):
Die deutsch-polnische Grenzregion an der Oder, 1945-1990

Inhalt: Die historische Entwicklung und Transformation der deutsch-polnischen Oderregion wird unter drei Gesichtspunkten untersucht: die mentale und kulturelle Entwicklung der Region 1945-1990, ihre migrationshistorischen Aspekte sowie die wirtschaftliche Transformation, im Industrie- und Agrarsektor. ZEITRAUM: 1945-1990 GEOGRAPHISCHER RAUM: deutsch-polnische Oderregion

Methode: Interdisziplinäres Projekt unter Beteiligung deutscher und polnischer Wissenschaftler; Beitrag zum methodischen Ansatz der Transformation. Untersuchungsdesign: Methodenforschung; Fallstudie; retrospektive Daten; interkultureller Vergleich; internationaler Vergleich. DATENGEWINNUNG: Primärerhebung: Feldarbeit von Mitarbeitern des Projektes durchgeführt; Datenerstellung auf der Basis von bereits vorliegenden Materialien wie Texten, Akten, Statistiken.

Art: gefördert BEGINN: 199501 ENDE: 199912 AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: keine Angabe

Institution: Europa-Universität Viadrina, Fak. für Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Neuzeit (Große Scharrnstraße 59, D-15207 Frankfurt an der Oder)

Kontakt: Leiterin (Tel. 0335-5534-314)

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[123-L] Schultz, Helga; Nothnagle, Alan (Hrsg.):
Grenze der Hoffnung: Geschichte und Perspektiven der Grenzregion an der Oder, (Frankfurter Studien zur Grenzregion, Bd. 1), Potsdam: Verl. f. Berlin-Brandenburg 1996, 271 S., ISBN: 3-930850-16-8 (Standort: UB Bielefeld (361)-ID100DK20GB-H7)

Inhalt: "Studien zur Geschichte, zu den Problemen und zu den Perspektiven der Grenzregion an der mittleren Oder werden aus der Sicht von Ökonomen, Geographen, Historikern und Ethnographen geboten - vorwiegend aus Frankfurt an der Oder und Poznan. Vergleichend wird die deutsch-niederländische Grenzregion einbezogen. Schwerpunkte sind: Die Wirtschafts- und Sozialentwicklung auf der polnischen und auf der deutschen Seite der Oder unter den Bedingungen der sozialistischen Planwirtschaft; die Probleme des Transformationsprozesses zur Marktwirtschaft an der EU-Außengrenze; Grenzregion und Unterentwicklung; Umweltprobleme und Umweltpolitik in Polen seit dem Beginn der 80er Jahre; historische und aktuelle Probleme des deutsch-polnischen Verhältnisses in der Grenzregion in soziologischer, historischer und ethnographischer Hinsicht. Die empirischen Studien präsentieren neue Daten und Einsichten, die geeignet sind, Klischees von dieser schwierigen Grenzregion zu korrigieren. Die Studien stellen zugleich ein Forschungsprogramm dar, das folgende Bände dieser neuen Reihe einlösen wollen." (Autorenreferat)

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[124-F] Schulz, Dieter, Prof.Dr. (Bearbeitung):
Studien zur wechselseitigen Rezeptionsgeschichte pädagogischen Denkens im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzraum

Inhalt: Die Studien verstehen sich als Teilprojekt des Vorhabens "Euroregion Neiße". Mittels von Partnerschaften zwischen Schulen (u.a. Austausch von Schülern und Lehrern/ Erwerb von schulischen Teil- und Gesamtqualifikationen/ Spracherwerb) sollen unter besonderer Berücksichtigung der Aufarbeitung gemeinsam erfahrener Geschichte schulische Gestaltungsmöglichkeiten im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzraum erprobt werden. GEOGRAPHISCHER RAUM: deutsch-polnisch-tschechischer Grenzraum

Art: Eigenprojekt AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: Institution

Institution: Universität Leipzig, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Allgemeine und Vergleichende Pädagogik, Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie (Karl-Heine-Straße 22b, D-04229 Leipzig)

Kontakt: Bearbeiter (Tel. 0341-97-31421, e-mail: dschulz@fakerz.uni-leipzig.de)

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[125-L] Schwab, Oliver:
Zusammenarbeit an der deutsch-polnischen Grenze: Euroregionen, Interreg und Phare-CBC gefangen im Netz?, in: Hans Bertram, Wolfgang Kreher, Irene Müller-Hartmann <Hrsg.>: Systemwechsel zwischen Projekt und Prozeß: Analysen zu den Umbrüchen in Ostdeutschland, Opladen: Leske u. Budrich 1998, S. 663-696, ISBN: 3-8100-1634-9

Inhalt: Seit 1991 haben sich vier deutsch-polnische Euroregionen als Instrument der Problemlösung im Grenzbereich gebildet. Es wird gefragt, ob und inwiefern sie tatsächlich gemeinsam grenzüberschreitende Projekte planen und umzusetzen. Dabei wird die Verflechtung der Regionen in das Mehrebenennetzwerk europäischer grenzüberschreitender Förderung berücksichtigt. Das Modell "Euregio" mit "Interreg-II" (Förderung auf der EU-Innenseite) und "Phare-CBC" (Förderung auf der EU-Außenseite) wird vorgestellt. Die deutsch-polnischen Euroregionen und ihre Einbindung in das Netzwerk europäischer Regionalpolitik werden skizziert. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwieweit das Netzwerk die "Komplementaritätsbedingung" für den Erfolg (Förderung gemeinsamer Projekte aus "Interreg-II" und "Phare-CBC") erfüllen kann. Daneben wird der Prozeß der Mittelvergabe unter dem Gesichtspunkt der Koordinierungs- und Vermittlungsfähigkeit überprüft. Insgesamt zeigt sich, daß, statt die "Komplementaritätsbedingung" zu erfüllen, zwei verschiedene "Zonenrandförderungen" vorgenommen werden und gemeinsame Projekte gegenwärtig praktisch nicht durchführbar sind. (prf)

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[126-L] Stevenson, Patrick:
The dynamics of linguistic and cultural identification on the central margins of Europe, in: Sociolinguistica, Bd. 11/1997, S. 192-203

Inhalt: In ein Europa, das auch den Minderheitssprechern in oft marginalen Situationen Rechte gewährt, gehören auch Kleinstgruppen, die ihre Identität oft aus der Spannung zwischen Mehrheit und Minderheit beziehen. Der Beitrag befasst sich mit einem häufig vernachlässigten Problem soziolinguistischer Forschung, nämlich mit den Auswirkungen von Makroprozessen auf die gewöhnlichen Bürger am Rande der Nationalstaaten und die Identitätsformen, die sich von unten entwickeln, im Gegensatz zu denen, die von oben aufgesetzt werden. Am Beispiel von vier Fallstudien linguistischer Minderheiten aus Grenzgebieten zwischen West- und Osteuropa werden Fragen der Territorialität, der soziokulturellen Integration, der politischen Repräsentation und der Sprachrechte behandelt. Es geht um die sorbische Sprache in Deutschland, Slowenen in Österreich und um Deutschsprachige in der Tschechischen Republik und Ungarn. Die Betrachtung der aktuellen Situation auf dem Hintergrund historische Entwicklungen während der letzten 50 Jahre erzeugt einen dynamischen Rahmen, mit Hilfe dessen die Vielfalt der individuellen und kollektiven Einstellungen interpretiert werden können. (ICH)


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